"Ich habe eine sehr hohe Schmerzgrenze"

19. Februar 2009, 10:14
635 Postings

BZÖ-Wahlkampfleiter Stefan Petzner im Video-Interview über die Kärntner Landtagswahlen, umstrittene Witze und Jörg Haider

"Ich habe eine sehr hohe Schmerzgrenze", meint BZÖ-Wahlkampfleiter Stefan Petzner im Video-Interview mit derStandard.at über die Kärntner Landtagswahlen, Jörg Haiders Erbe und umstrittene Witze von Seiten "seines" Spitzenkandidaten Gerhard Dörfler.

Die Frage, ob er auf Grund viel kritisierter Medienauftritte nach dem Tod seines "Lebensmenschen" Haider von seiner eigenen Partei einen Maulkorb verpasst bekommen hat, verneint Petzner: "Ich bin lautstark und kräftig präsent, im Kärntner Wahlkampf wie auf Bundesebene".

Dörflers Witze? "Nicht rassistisch".

Bei der Kärntenwahl habe man sich für einen "Teamwahlkampf" entschieden – aber nicht, weil Gerhard Dörfler alleine nicht gut genug wäre, so Petzner. "Mein Wunschlandeshauptmann ist Gerhard Dörfler". Der habe die entsprechende Weisheit, die man für das Amt des Landeshauptmanns brauche. Waren Dörflers rassistische Witze also "weise"? "Ich glaube, die Diskussion über diesen Witz und die Polarisierung, die dieser Witz mit sich gebracht hat, hat uns eher genützt". Die Kärntner hätten eben einen "eigenen Schmäh", sie seien "lockerer und lustiger". Waren die Dörfler-Witze rassistisch? Nein, meint Petzner.

Haiders Vermarktung

Sein Wahlziel für die Kärnten-Wahl: "Je weiter vor der SPÖ, desto besser". Dass die FPÖ mit Jörg Haider ("Kärnten geht SEINEN Weg") wirbt, stört ihn, weil es "unehrlich und opportunistisch" ist. Dass mit Haiders Namen Gesangs-CDs und DVDs verkauft werden, stört Petzner hingegen nicht: "Jörg Haider war ja ein sehr sehr guter Sänger".

Wieso Petzner auch heute im Umgang mit Medien nichts anders machen würde als in der Zeit nach Haiders Tod und wie es ist, nach Haider jetzt Dörfler als Landeshauptmann zu "vermarkten", darüber spricht Petzner im obigen Video. (derStandard.at, 19.2.2009)

Share if you care.