Mindestens 15 Tote im Westen des Landes

18. Februar 2009, 08:13
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Polizei: Mehrere Frauen und Kinder unter Opfern

Herat - Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition sind im Westen Afghanistans mindestens 15 Menschen getötet worden. Wie die US-Armee am Mittwoch mitteilte, wurden bei dem Angriff in den Außenbezirken der Stadt Herat am Montag 15 Aufständische getötet. Nach Angaben der örtlichen Polizei handelte es sich bei den Opfern aber vor allem um Zivilisten. Nach dem Angriff seien die Leichen von sechs Frauen und zwei Kindern gefunden worden, sagte der Polizeichef für West-Afghanistan, Ikramuddin Jawar. Die afghanische Polizei und Armee leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein.

Die Luftangriffe der internationalen Truppen sorgen seit längerem für Spannungen zwischen den USA und Afghanistan, weil immer wieder Zivilisten getötet werden. Nach einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht starben im vergangenen Jahr bei Kämpfen in Afghanistan mehr als 2100 Zivilisten. Fast 40 Prozent der Opfer wurden demnach von regierungsfreundlichen Truppen getötet, die Mehrheit bei Luftangriffen. Die USA haben derzeit 38.000 Soldaten in Afghanistan stationiert, US-Präsident Barack Obama hat die Entsendung weiterer 17.000 Soldaten angekündigt. (APA/AFP)

 

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