Waffenruhe nur bei Freilassung von Gilad Shalit

18. Februar 2009, 17:44
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Israels Regierung junktimiert Waffenstillstandsabkommen mit im Gazastreifen gefangenem Soldaten

Jerusalem - Die Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas scheinen festgefahren, nachdem die Israelis nun formal die Bedingung stellen, dass die Freilassung des verschleppten Soldaten Gilad Shalit Teil der Arrangements sein müsse. Israels Sicherheitskabinett bestätigte am Mittwoch einstimmig einen Vorschlag von Premier Ehud Olmert, wonach ein Gefangenenaustausch ausgehandelt werden müsse, ehe eine Waffenruhe samt Öffnung der Grenzübergänge in Kraft treten könnte. Eine Vereinbarung ohne die Freilassung Shalits sei "unvorstellbar" , sagte Minister Meir Schitrit nach der Sitzung.

Peres: Gaza-Abzug war Fehler

Staatspräsident Shimon Peres bezeichnete die Räumung des Gazastreifens im Jahr 2005 am Mittwoch überraschend als "Fehler". "Wir werden den Fehler, den wir begangen haben, als wir Gaza verließen, nicht wiederholen" , sagte der Friedensnobelpreisträger bei einer Konferenz in Jerusalem. Der einseitig vollzogene Schritt hätte damals anders erfolgen müssen, sagte er, nannte aber keine Einzelheiten. (seg, dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 19.2.2009)

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