Einblicke in verkehrte molekulare Welt

17. Februar 2009, 20:24
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Ein Team von Wissenschaftern rund um Manuela Baccarini vom Zentrum für Molekulare Biologie der Uni Wien (Max F. Perutz Laboratories) ist bei Experimenten mit einer Gruppe von Proteinen, die wichtig für die Zellteilung und damit auch für unkontrolliertes Zellwachstum wie bei der Entstehung von Krebs sind, auf eine unerwartete Spur gestoßen. Die Forscher haben in den Signalwegen der Zellentwicklung einen molekularen Schalter diagnostiziert, bei dem das Ausschalten gleichsam "Licht an" bedeutet.

Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature Strucural & Molecular Biology veröffentlicht. Entgegen der Erwartung fanden die Wissenschafter heraus, dass es durch das Ausschalten des Enzyms MEK1 nicht zu einem Erlöschen der Funktion kam, sondern stattdessen MEK2 besonders aktiv wurde und Zellteilung und Wachstum aufgrund der gesteigerten Signalweiterleitung auf vollen Touren liefen. Die Vorgänge spielen eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der embryonalen Entwicklung, des Wachstums und der Entstehung von Krebs. (APA, kri/STANDARD,Printausgabe, 18.2.2009)

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