Wie bei der Hydra die Tentakel nachwachsen

17. Februar 2009, 20:10
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Innsbruck/Wien - Die Hydra der griechischen Antike hatte neun Köpfe. Schlug man ihr einen ab, wuchsen zwei andere nach. In der Biologie ist Hydra der Zweitname für Süßwasserpolypen, die über eine ähnlich erstaunliche Fähigkeit verfügen wie die mythische Seeschlange: Die Tiere können verlorene Körperteile regenerieren.

Isabelle Philipp und Bert Hobmayer vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck haben nun gemeinsam mit deutschen und norwegischen Kollegen erforscht, wie sich in der Hydra Zellen organisieren, um neue Körperformen zu bilden - was naturgemäß auch die Pharmaindustrie interessiert.

Wie das Forscherteam in der US-Fachzeitschrift PNAS (16. 2.) berichtet, spielen dabei sogenannte Wnt-Gene, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurden, eine entscheidende Rolle. Die Experimente zeigten nämlich unter anderem, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Aktivierung dieser Gene und der Bildung von Tentakeln und Knospen an der Hydra bestehen. (tasch/STANDARD,Printausgabe, 18.2.2009)

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