BZÖ blitzt mit Millionenförderung für Tibet-Hotel ab

17. Februar 2009, 20:00
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Das Hotel gilt als umstritten - SPÖ und ÖVP lehnen Millionenförderung ab

Klagenfurt - Vor den Kärntner Wahlen wollte das Kärntner BZÖ noch rasch Förderungen über 13,68 Millionen Euro für ein oranges Prestigeprojekt beschließen. Die Orangen blitzten allerdings in der letzten Regierungssitzung dieser Legislaturperiode mit ihrem Dringlichkeitsantrag zu einem umstrittenen Tibet-Hotel in Hüttenberg bei ÖVP und SPÖ ab.

Antragsteller für das Tibet-Hotel ist Karl-Heinz Petritz, langjähriger Pressesprecher des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider. Petritz will gemeinsam mit einem international tätig gewesenen Hotelmanager russische Investoren an der Hand haben, die angeblich sechs Mio. Euro für das Tibet-Hotel setzen wollen. Dafür müssten die Russen allerdings eine Bankgarantie vorweisen. Bislang gibt es die allerdings nur über eine Mio. Euro.

Der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) weigert sich daher, grünes Licht für das Projekt zu geben. Sollen doch sechs Steuer-Millionen vom KWF, weitere sechs Mio. von der Landestochter Kärntner Tourismus-Holding (KTH) sowie 1,68 Mio. vom Bund beigesteuert werden. Die KTH-Millionen wären als Beteiligungskapital des Landes zu verstehen, das die Russen über die Jahre zurückzahlen müssten oder auch nicht. Als Geschäftsführer des Tibet-Hotels soll jedenfalls Petritz fungieren, der auch Vizepräsident des maroden Fußball-Klubs SK Austria Kärnten ist, den der verstorbene Haider ebenfalls als ungeregelte Erbmasse hinterlassen hat. Denn auch der SK-Austria braucht dringend eine Mio. Euro Steuergeld zum Überleben. BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler zeigt sich empört über SPÖ und ÖVP: Diese wollten das Tibet-Projekt torpedieren und die Investoren "hinauspflanzen". (Elisabeth Steiner/DER STANDARD/Printausgabe, 18.2.2009)

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