Modell für "Bad Bank" vom deutschen Bankenverband

17. Februar 2009, 19:06
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Berlin - Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat der Regierung laut Süddeutscher Zeitung einen Vorschlag unterbreitet, wie die Finanzinstitute von ihren faulen Wertpapieren befreit werden können. Dazu will der Verband beim Bankenrettungsfonds Soffin eine "Bad Bank" schaffen, die die toxischen Papiere zwar zentral verwaltet, zugleich aber für jedes Institut ein eigenes Konto einrichtet. Damit wäre der Forderung von Finanzminister Peer Steinbrück Rechnung getragen, dass sich die Papiere auch künftig noch ihren ursprünglichen Besitzern zuordnen lassen.

Die "Bad Bank", die der BdB "Mobilisierungsfonds" nennt, soll die Wertpapiere und Forderungen übernehmen, zum Buchwert vom 31. Dezember 2008. Nach den Vorstellungen des Verbands sollten die Banken alle aus ihrer Sicht toxischen Wertpapiere bis zum 30. Juni beim Staat abgeben können.

Sollte nach Ende der Laufzeit ein Fehlbetrag anfallen, könne Soffin von der betroffenen Bank einen Anteil an den künftigen Gewinnen verlangen. Auch etwaige Gewinne sollten dem Vorschlag gemäß aufgeteilt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist immer noch gegen die Einrichtung solcher Bad Banks, sie plädierte am Dienstag vor Wirtschaftsvertretern in Neubrandenburg erneut dafür, "Banken nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen". (APA, Reuters, DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2009)

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