Real und virtuell verknüpft

17. Februar 2009, 18:39
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Studie bestätigt den Hype um Online-Welten

Wien - Zwei Drittel der österreichischen Jugendlichen nutzen öffentlich zugängliche Foto- und Video-Sharing-Seiten wie YouTube einmal monatlich oder öfter, beinahe die Hälfte tut dies mit Websites wie Facebook. Die Studie „Jugend Online 2008" der GfK Austria Sozialforschung stellt unter 12- bis 24-Jährigen fest, in welchem Ausmaß sich das virtuelle und reelle Leben verbunden haben.

Der Hype der Online-Netzwerke löst bei Paul Ringler, einem der leitenden Marktforscher der Studie, keine Verwunderung aus. „Ich hätte vor fünf Jahren zwar nicht damit gerechnet, bin im Nachhinein aber nicht von diesem enormen Erfolg überrascht. Soziale Netzwerke wie Facebook sprechen die Jugendlichen an, weil Freunde in dieser Phase besonders wichtig sind."

42 Prozent der 1200 befragten Jugendlichen fühlen sich einer Online-Community zugehörig. Wobei laut Ringler die intensive Nutzung ab 18 Jahren anfängt: „Unter den 18- bis 19-Jährigen geben vier von zehn an, zumindest einmal in der Woche solche sozialen Netzwerke zu nutzen, unter den 20- bis 21-Jährigen sind es schon die Hälfte."

Rund die Hälfte der Nutzer wären bereit, Freunde, die sie nur online kennen, zu treffen. Allerdings sind einem Großteil die Freunde im Netz aus dem realen Leben bekannt, meint Natalia Wächter vom Österreichischen Institut für Jugendforschung. Gerade wegen sozialer Netzwerkseiten wie Facebook würde die Barriere zwischen dem virtuellen und dem realen Ich verschwimmen. (bsb, ned, DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2009)

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