Privatsender im Jänner deutlich vor ORF

17. Februar 2009, 14:44
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Mehr als 19,7 Millionen Euro lukrierten die Privatsender - ORF kam lediglich auf knapp 17 Millionen Euro - Fernsehwerbung nahm trotz Finanzkrise zu

Die Privatsender haben den ORF im ersten Monat des Jahres in punkto Brutto-Werbeeinnahmen deutlich überholt. Mehr als 19,7 Millionen Euro lukrierten die Privatsender laut aktuellen Zahlen von Focus Media Research. Der ORF kam lediglich auf knapp 17 Millionen Euro. Damit flossen 54 Prozent aller Bruttowerbeausgaben zu ProSieben, RTL, ATV, Puls 4 und Co., 46 Prozent gingen zum ORF. Insgesamt nahmen die Werbeausgaben im Fernsehbereich im Jänner 2009 gegenüber Jänner 2008 trotz Finanzkrise zu.

36,7 Millionen Euro an Werbegeldern wanderten im Jänner ins TV, im Vorjahr waren es 36,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 1,4 Prozent. Das mit 302 Prozent mit Abstand größte Plus verzeichnete Puls 4; der Sender startete allerdings erst Ende Jänner des Vorjahres als bundesweiter Sender. Er kam heuer auf 602.000 Euro Bruttowerbegeld.

Die beiden ORF-Sender verloren mehr als 16 Prozent und gingen von 20,2 auf knapp 17 Millionen Euro zurück. Der ORF hatte im Jänner allerdings seine Werbetarife für den Fernsehbereich um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt. Privatfernsehen legte um fast 24 Prozent zu. Von dem Plus profitierten allerdings neben Puls 4 nur die deutschen Sender mit österreichischem Werbefenster. Der heimische Private ATV verlor knapp zehn Prozent. Die Focus-Zahlen berücksichtigen die Brutto-Netto-Schere nicht. (APA)

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