Möglicher Bankräuber überlegte es sich anders

17. Februar 2009, 14:25
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Beim Anblick eines Sicherheitsbeamten drehte der Mann wieder um

Eine Sonnenbrille auf der Nase und einen Fäkalausdruck auf den Lippen - damit hat sich ein Mann am Dienstag in einer Bankfiliale in der Liechtensteinstraße verdächtig gemacht. Der Unbekannte betrat das Foyer und setzte sich dort die Brille auf. Als er dann einen Sicherheitsmann entdeckte, entwischte ihm das Wort "Scheiße" und er machte auf der Stelle kehrt, berichtete Oberstleutnant Robert Klug vom Landeskriminalamt.

Der Vorfall spielte sich kurz nach 9.00 Uhr  ab. Der Mann verließ sofort die Bankfiliale, als er den Security-Mitarbeiter sah. Er fuhr mit einem dunklen Mazda davon, der mit laufenden Motor in der Nähe des Instituts geparkt hatte. Zeugen hätten vom "ganzen Gehabe" des Mannes auf einen mutmaßlichen Bankräuber geschlossen, so Klug.

Bei der Exekutive will man aber nicht von einem versuchten Banküberfall sprechen: "Das wäre zu viel gesagt", meinte Klug. Allerdings nehme man den Vorfall ernst und man habe Nachforschungen angestellt, um den Unbekannten zu finden. Ob die Staatsanwaltschaft dann von einem in diesem Fall straffreien Rücktritt vom versuchten Banküberfall ausgeht oder eben vom Versuch, werde sich zeigen. Laut Zeugenaussagen handelte es sich um einen 40- bis 45-jährigen und rund 1,70 Meter großen Mann mit kräftiger Statur und pockennarbigem Gesicht. Er trug eine dunkle Daunenjacke, Jeans und eine Baseballkappe. (APA)

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