Althaus will zum Wahlkampf wieder fit sein

17. Februar 2009, 11:23
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Er werde im Frühsommer in die Politik zurückkehren

Erfurt - Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus könnte laut einem Zeitungsbericht zum bevorstehenden Landtagswahlkampf wieder in die Politik einsteigen. Diese Prognose werde auf der für Mittag (12.00 Uhr) in Allensbach angesetzten Pressekonferenz verkündet, schreibt die "Thüringer Allgemeine" in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Ärzte der Rehaklinik, wo sich der 50-Jährige nach seinem Skiunfall aufhält.

Althaus habe aus ärztlicher Sicht die Strapazen bei der Beerdigung seines Vaters gut überstanden. Wahrscheinlich werde er im Frühsommer seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen, hieß es. In Allensbach war auf AP-Anfrage zunächst niemand erreichbar.

"Ich freue mich sehr über die günstigen Prognosen und hoffe, dass sie auch so eintreffen werden", sagte der Landesgeschäftsführer der CDU Thüringen, Andreas Minschke, am Dienstag der AP. Bisher seien die behandelnden Ärzte nie von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Althaus ausgegangen. "Das scheint auch heute wieder die Botschaft zu sein, dass er auf dem Weg der Besserung, der völligen Wiederherstellung ist, und das freut einen natürlich sehr."

Heiße Phase

Laut Minschke muss der Spitzenkandidat der CDU-Thüringen "mit Beginn der Sommerferien wieder an Bord sein, damit er den Landtagswahlkampf führen kann". In Thüringen sind vom 25. Juni bis zum 5. August Sommerferien. Danach beginnt die heiße Phase des Wahlkampfes.

Auch der frühere Ministerpräsident des Bundeslandes, Bernhard Vogel, zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin nach wie vor guter Hoffnung, dass er rechtzeitig zurückkehren kann", sagte der CDU-Politiker am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. Bis zu den Landtagswahlen bleibe noch mehr als ein halbes Jahr. Mit Althaus selbst habe er aber noch nicht gesprochen, sagte Vogel.

Althaus hatte sich am Neujahrstag beim Skifahren auf der steirischen Riesneralm schwer verletzt. Er war mit einer 41-jährigen Slowakin zusammengestoßen. Die mit einem Österreicher verheiratete vierfache Mutter starb bei dem Unfall. Die österreichische Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Althaus. Darüber hinaus laufen Verhandlungen über eine Schadenersatzzahlung für die Familie der toten Skifahrerin.(APA/AP)

 

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