Mit Sauerstoff fliegen

17. Februar 2009, 08:48
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Chronische obstruktive Lungenerkrankungen sind keine Ausschlußgrund für Flugreisen

Langstreckenflugzeuge fliegen meist in einer Höhe von 9.000 bis 11.000m. Der Kabineninnendruck während des Flugs entspricht dabei einer Höhe von etwa 2.400 m über dem Meeresspiegel. Dies bedeutet, der Sauerstoffdruck in der Kabine wird vermindert und angewärmt. Für gesunde Menschen ist das im Allgemeinen bedeutungslos, da der verminderte Sauerstoffdruck durch eine schnellere, tiefere Atmung ausgeglichen wird.

Sauerstoff im Blut

Patienten mit Atemwegserkrankungen können den verminderten Sauerstoffdruck unter Umständen nicht ausgleichen, so dass der Sauerstoffdruck im Blut und die Sauerstoffsättigung des Blutes ebenfalls sinkt. Der zweite Parameter zeigt an wieviel Prozent des Blutes mit Sauerstoff beladen ist. Ist der Wert zu niedrig, dann treten Atembeschwerden auf. Die Dauer des Fluges ist hier entscheidend.

Bereitstellung von Sauerstoff variiert

Oft sind Betroffene während der Flugzeit auf eine zusätzliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Etliche Fluggesellschaften untersagen jedoch die Mitnahme eines eigenen Sauerstoffvorrates in das Flugzeug. Betroffene müssen sich dann darauf verlassen, dass die Fluggesellschaft Sauerstoff zur Verfügung stellt. Die Bedingungen für die Bereitstellung von Sauerstoff variieren zwischen den einzelnen Fluggesellschaften stark. Unter Umständen ist die Sauerstoffanwendung auch nur bei Start und Landung verboten. Einige Fluggesellschaften gestatten die Mitnahme von Gasdruckflaschen oder Verwendung tragbarer Sauerstoffkonzentratoren. Allerdings kann dies auf bestimmte Flugzeugmodelle beschränkt sein.

Informationen bei der European Lung Foundation

Die European Lung Foundation hat alle europäischen Fluggesellschaften nach deren Bedingungen für eine zusätzliche Sauerstoffversorgung befragt und die Ergebnisse in einer Datenbank veröffentlicht. Vor Antritt der Reise empfiehlt sich in jedem Fall die Kontaktaufnahme mit der Fluggesellschaft. (red)

 

Weitere Informationen bei der European Lung Foundation

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    Einige Fluggesellschaften stellen nur Gesichtsmasken zur Verfügung, obwohl Nasensonden von vielen Patienten bevorzugt verwendet werden

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