Planspiele in Salzburg

16. Februar 2009, 17:31
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Burgstaller möchte Regierungsressorts neu ordnen

Salzburg - Noch sind es nicht sehr viel mehr als Planspiele. Setzt sich aber Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) mit ihren Vorstellungen durch, wird die Salzburger Landesregierung nach den Wahlen am 1. März komplett neu organisiert sein. Die Landeshauptfrau will die Ressortverantwortungen nach thematisch verwandten Themen neu ordnen.

Burgstaller rührt mit ihrem Vorstoß an jahrzehntealten Regierungstraditionen. So war es beispielsweise immer Usus, dass die zeitgenössische Kultur von der Volkskultur getrennt war. Nach der Farbenlehre hat die SPÖ das „rote" Kulturressort, die ÖVP ist für die „schwarze" Volkskultur verantwortlich. Burgstaller möchte diese Agenden zusammenführen und alle Kulturthemen - samt den Museen - in einem Ressort bündeln.

Ähnliche Pläne hegt sie beispielsweise auch für das Wirtschafts- und das Raumordnungsressort. Die Betriebe sollen in Zukunft einen gemeinsamen Ansprechpartner in der Regierung haben.

Die ÖVP vermutet einen Angriff auf ihre Regierungstätigkeit und reagiert ablehnend. Burgstaller nehme den Wählerwillen vorweg. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, Printausgabe, 17.2.2009)

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