Wirtschaftskammer kritisiert Einkaufszentren

16. Februar 2009, 15:46
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WKÖ-Obmann Hinterleitner: "Dass in den Einkaufs-Malls Rauchverbot besteht, ist bereits seit dem Jahr 2005 Tatsache"

Gut eineinhalb Monate nach Inkrafttreten des Rauchverbots in der Gastronomie zeichnen sich Unstimmigkeiten zwischen eigenständigen Wirten und ihren Kollegen in den Einkaufszentren ab. Der Forderung der Österreichischen Fachvereinigung für Einkaufszentren (ACSC) nach einem kompletten Rauchverbot begegnete die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Montag mit scharfer Kritik. Die Gastronomen in Shopping-Malls ohne abgeschlossene Räume fühlen sich benachteiligt, für die WKÖ ist das angesichts des Rauchverbots im öffentlichen Raum seit 2005 ein Affront.

Man habe für die Forderung der Betreiber der Einkaufszentren (EKZ) wenig Verständnis, hieß es am Montag in einer Aussendung. "Dass in den Einkaufs-Malls Rauchverbot besteht, ist bereits seit dem Jahr 2005 Tatsache", kritisierte Helmut Hinterleitner, WKÖ-Obmann der Gastro-Sparte. Da es seit 1. Jänner Strafen für Einkaufszentrenbetreiber gebe, falle diesen nichts Besseres ein, als ein generelles Rauchverbot für alle Gastronomiebetriebe zu verlangen.

Die ACSC begründete ihre Forderung und die Benachteiligung in der vergangenen Woche mit dem Fehlen von abgeschlossenen Räumlichkeiten in den Gaststätten der Einkaufszentren. Laut Gesetz darf das Rauchen seit 1. Jänner nur mehr in abgetrennten Extra-Zimmern erlaubt werden. Da Einkaufszentren zu öffentlichen Orten erklärt worden seien, hätten die Wirte dort keine Wahlmöglichkeit.

Laut der WKÖ ist der behauptete Wettbewerbsnachteil "hanebüchen". Eine Konkurrenzsituation zwischen Wirten in- und außerhalb von Shopping-Malls liege nur in den seltensten Fällen vor, so Hinterleitner. (APA)

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