DNA-Test soll Vaterschaft klären

16. Februar 2009, 15:35
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Mutter weist Gerüchte um andere Väter zurück

London - Ein DNA-Test soll klären, ob ein 13-jähriger Bursche aus Großbritannien tatsächlich Vater geworden ist. Der Bub gehe nach wie vor davon aus, der Vater des in der vergangenen Woche geborenen kleinen Mädchens zu sein, sagte der Sprecher der Familie am Montag in London. Seine Eltern verlangten aber einen möglichst raschen Vaterschaftstest, um Gewissheit zu erhalten. Laut Zeitungsberichten haben weitere Jugendliche Anspruch auf die Vaterschaft erhoben.

Die minderjährige Mutter hat Gerüchte um mögliche andere Väter zurückgewiesen. Sie habe mit dem 13 Jahre alten Alfie Patten ihre Unschuld verloren und liebe nur ihn, sagte die Mutter Chantelle Steadman der Zeitung "The Sun" vom Montag. Die 15-Jährige hatte vor einer Woche ein Töchterchen bekommen. Nachdem die Geschichte des jungen Vaters an die Öffentlichkeit kam, entbrannte in Großbritannien erneut die Debatte um Teenager-Schwangerschaften.

"Ich muss der Vater sein"

Der Fall wird immer bizarrer: Am Wochenende meldeten sich zwei Jugendliche im Alter von 16 und 14, die ebenfalls mit dem Mädchen geschlafen haben wollten. Einer brüstete sich damit, sogar mehrmals mit Chantelle Sex gehabt zu haben. "Es gab niemand anderen", sagte nun Chantelle, die im südostenglischen Eastbourne lebt. Sie und Alfie wollten gut für das Baby sorgen. Alfie betonte, er sei mit Chantelle seit zwei Jahren zusammen. "Ich muss der Vater sein."

Familie und Freunde des Paares kritisierten inzwischen, dass seit der Geburt niemand von den Sozialbehörden vorbeigekommen wäre, obwohl sie Unterstützung versprochen hatten. Politiker monierten ebenfalls, dass sich noch niemand gekümmert hätte. Das Jugendamt wies die Klagen jedoch zurück.

Großbritannien ist in West-Europa das Land mit den meisten Teenager-Schwangerschaften. Seit langem wird darüber diskutiert, wie Jugendliche besser aufgeklärt werden könnten.  (APA/dpa)

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