Netzwerk-Ausrüster trotz Krise optimistisch

16. Februar 2009, 15:11
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"Es ist keine Telekomkrise"

Der weltgrößte Telekomausrüster Ericsson sieht trotz Wirtschaftsflaute ein ungebrochenes Wachstum der Branche. "Es ist keine Telekomkrise", betonte Unternehmenschef Carl-Henric Svanberg am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Zwar rechnet er weiterhin mit starken Schwankungen der Währungskurse, die sein Unternehmen belasten könnten, und auch die Telekombranche könne sich der Wirtschaftskrise nicht entziehen.

"Sie können investieren, wenn sie wollen."

Doch die Mobilfunk-Betreiber stünden finanziell immer noch stark da und seien dabei, ihre Netzwerke zu optimieren. "Sie können investieren, wenn sie wollen."

Konkurrent Nokia Siemens Networks (NSN) schlägt die gleiche Kerbe: "Die Netzbetreiber haben stabile Einnahmen", sagte Vertriebs- und Marketingchef Christoph Caselitz der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Grundlagen für langfristiges Umsatzwachstum seien da, argumentierte Ericsson-Chef Svanberg. Insbesondere in Schwellenländern sieht der Konzern große Chancen. "Ericsson ist stark genug, um durch die Krise zu kommen."

Eine konkrete Prognose für 2009 blieb der Ericsson-Chef weiterhin schuldig. NSN rechnet mit einem Schrumpfen des Gesamtmarkts für Netz-Ausrüster um mindestens 5 Prozent in diesem Jahr.

Mit dem bereits im Jänner angekündigten Sparprogramm bereite sich Ericsson auf härtere Zeiten vor, betonte Svanberg. NSN hat solche Einschnitte bereits hinter sich und will nun die Früchte ernten. "Durch das Restrukturierungsprogramm sind wir gut auf die Krise vorbereitet", sagte Vertriebs- und Marketingchef Caselitz. Weitere Einschnitte seien derzeit nicht geplant.(APA/dpa)

 

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