"Europäischer Pakt für die Jugend" geschlossen

16. Februar 2009, 14:01
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Pakt soll "reibungslosen Übergang von der Ausbildung oder von Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung" fördern

Brüssel  - Die Bildungs- und Jugendminister der EU haben bei ihrer Ratstagung am Montag in Brüssel die Notwendigkeit besserer Qualifikationen auch im Kampf gegen die herrschende Wirtschaftskrise unterstrichen. Die Forderungen der 27 Minister an den EU-Frühjahrsgipfel am 19. und 20. März betreffen die Umsetzung des "Europäischen Pakts für die Jugend", der einen "reibungslosen Übergang junger Menschen von der Ausbildung oder von Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung intensiviert".

Wettbewerbsfähigkeit in Europa

Gleichzeitig stelle man sich den Herausforderungen angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs, heißt es in den "Kernbotschaften zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung für die Frühjahrstagung des Europäischen Rats". Wenn die Mitgliedstaaten in ihren Reformprogramm die Grundsätze der Flexicurity anwenden, sollten sie "die Bedürfnisse junger Menschen im Hinblick auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt und den dortigen dauerhaften Verbleib berücksichtigen". Junge Menschen könnten erheblich dazu beitragen, die Ziele in den Bereichen Wachstum und Beschäftigung, sozialer Zusammenhalt und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu erreichen. Diesen Zielen müsse noch höhere Priotität als bisher eingeräumt werden.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Probleme müsse die große strategische Bedeutung betont werden, die der "Erhalt offener und effizienter hochwertiger Bildungs- und Ausbildungssysteme" zukomme. Der gegenwärtige Wirtschaftsabschwung verdeutliche die Notwendigkeit, die Bemühungen um Höherqualifikation und den Erwerb neuer Qualifikationen während des ganzen Lebens - vor allem in den wissensbasierten Beschäftigungsfeldern und in der sich entwickelnden CO2-armen Wirtschaft - zu intensivieren.

Mobilität

Mehr denn je müssten Bildungs- und Ausbildungssysteme in ganz Europa auf gegenwärtige und künftige Arbeitsmarkterfordernisse reagieren. Außerdem seien gerechte Verhältnisse, sozialer Zusammenhalt und "aktiver Bürgersinn" zu fördern, heißt es in der Erklärung. "Da auch die Mobilität zu Lernzwecken" wesentlich sei, "sollten Lernphasen im Ausland allmählich die Regel werden und nicht mehr die Ausnahme sein", so die Bildungs- und Jugendminister. (APA)

 

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