Szenenbildnerin Silke Fischer ausgezeichnet

16. Februar 2009, 11:44
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Preis des Verbandes der Filmarbeiterinnen bereits zum 13. Mal vergeben

Berlin - Die Jury des 13. Femina-Film-Preises hat bei den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin den mit 3.000 Euro dotierten Preis an Silke Fischer für ihre Arbeit als Szenenbildnerin in dem Wettbewerbsfilm "Alle Anderen" von Maren Ade verliehen. Die Gewinnerin wurde am Samstag im Rahmen der Preisverleihung der Unabhängigen Jurys ausgezeichnet.

Die Jury, bestehend aus der Szenenbildnerin Maria Gruber (Graz), der Schauspielerin und Entertainerin Maren Kroymann (Berlin) und der Regisseurin Erica von Moeller (Köln), begründete ihre Entscheidung mit den Worten:

"Der Raum ist in besonderer Weise integraler Bestandteil der Geschichte und der Darstellung. Das Szenenbild erzählt uns, was die Dialoge sensibel auslassen und liefert den Schauspielern psychologische Anhaltspunkte für ihr Spiel. Es macht die nicht anwesenden Eltern des männlichen Protagonisten fast zu lebendigen Mitspielern. Ihre Präsenz im Haus zwingt uns permanent die Erwartungen mitzulesen, denen Chris sich ausgesetzt fühlt. Der eigenständige Gestaltungswille von Silke Fischer wird nie zum Selbstzweck."

Für den Femina-Film-Preis waren in diesem Jahr 21 Filmtechnikerinnen nominiert, die in einem Spielfilm aus einem deutschsprachigen Land mitgewirkt haben.
Ziel des Femina-Film-Preises ist es, die Bedeutung der künstlerischen Arbeit der mitwirkenden Frauen für das Gesamtresultat eines Filmes hervorzuheben.

Unabhängiger Filmpreis

Der Preis wird vom Verband der Filmarbeiterinnen ausgerufen und jährlich auf der Berlinale vergeben. Es ist der einzige Preis im deutschen Filmbereich, der nicht von einem Ministerium, einer Institution oder einer Industrie bezahlt wird. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen. (red)

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