BMW streicht 850 Stellen

16. Februar 2009, 11:10
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In der britischen Autoindustrie gingen zuletzt mehrere tausend Jobs verloren

London - Der Autobauer BMW streicht 850 Jobs in seiner englischen Mini-Fabrik bei Oxford. Betroffen sind die Zeitarbeiter der Wochenendschichten. Wegen der weltweiten Absatzkrise werde im Werk Cowley ab März statt an sieben nur noch an fünf Tagen in der Woche gearbeitet, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Aufgrund des schleppenden Geschäfts auf dem Automobilmarkt werden in dieser Woche die Bänder in der Fabrik stillstehen.

Zwar ist der Absatz des Mini im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf über 232.000 Fahrzeuge gestiegen. Im Jänner brachen die Verkaufszahlen allerdings um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. In Cowley in der Nähe von Oxford beschäftigt BMW 4.700 Mitarbeiter. Sie können bis zu 800 Autos pro Tag produzieren. 80 Prozent der in Großbritannien gebauten Minis gehen in den Export. Die Beschäftigten hatten erst am 5. Jänner nach einer verlängerten vierwöchigen Weihnachtspause wieder ihre Arbeit aufgenommen.

In der britischen Automobilindustrie waren in den vergangenen Wochen Tausende Arbeitsplätze gestrichen worden. Großbritanniens Regierung hat Kreditgarantien für die heimische Autoindustrie, die überwiegend in ausländischer Hand ist, über 2,3 Mrd. Pfund (2,60 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt, nachdem Hersteller wie Nissan, Ford, Jaguar Land Rover und Aston Martin den Abbau von insgesamt über 3.000 Stellen angekündigt hatten. In der britischen Autobranche arbeiten derzeit mehr als 800.000 Menschen. (APA/dpa/AP/AFP/Reuters)

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