Auf der Schiene

15. Februar 2009, 19:08
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Zwei Reisen liegen schon hinter mir. Die eine lehrte mich Geduld, die andere Demut

Die Geschichte mit dem Tankbetrug (die erste polizeiliche Einvernahme habe ich hinter mir) hat mich zutiefst erschüttert. Ich fahre nun mit der Bahn. Da zahlt man die Rechnung im Vorhinein, da kann strafrechtlich nicht viel schiefgehen.

Zwei Reisen liegen schon hinter mir. Die eine lehrte mich Geduld, die andere Demut.

Bei der Rückfahrt vom Skiurlaub gab es bei vierstündiger Soll-Fahrzeit eineinhalb Stunden Verspätung. Nichts gegen die Ski: Die, separat aufgegeben, kamen zwei Tage zu spät, was wiederum einen zusätzlichen halben Urlaubstag kostete, denn dass der Liefertermin nicht eingehalten werden kann, sagt einem ja niemand, vorher.

Natürlich ist das alles völlig unerheblich. Eine Tirol-Reise hat mich daran erinnert. Der Zug war auf offener Strecke abrupt stehengeblieben, etwas hatte sich in den Schienen verfangen. Draußen war es eiskalt, der Himmel strahlend blau, und plötzlich schneite es: große, daunenweiße Flocken. Oder waren es weiße Federn?

Wenig später, die Notärzte waren hilflos abgezogen, war es klar. Es sind keine Flocken gewesen, sondern Federn. Weiße Daunen, aus einer Daunenjacke. (Renate Grabner, DER STANDARD Printausgabe 16.2.2009)

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