Überraschendes Team Russland

15. Februar 2009, 16:56
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Platz zwei bei Mannschaftsbewerb in Oberstdorf hinter überlegenen Finnen - Dezimierte Adler Dritte

Oberstdorf - Österreichs Skispringer-Team ist auch ohne Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer, die sich bereits für die WM in der kommenden Woche schonten, würdig für das Podest: Das Quartett Wolfgang Loitzl, Markus Eggenhofer, Andreas Kofler und Martin Koch erzielte insgesamt 1.354,3 Punkte und landete am Sonntag beim Weltcup-Mannschaftsspringen auf der Skiflug-Schanze in Oberstdorf auf dem dritten Rang. Die "Adler" hielten damit immerhin die in Bestbesetzung angetretenen Norweger (Vierter) noch auf Distanz.

Der Sieg ging an Finnland auch dank eines überragenden Harri Olli (Höchstweite: 221,5 m) mit 1.413,8 Zählern, 35,5 Punkte vor Russland. Der Titel bei der neu geschaffenen FIS-Team-Tour und damit auch die 100.000 Euro Siegesprämie ging aber dennoch an Norwegen in der Besetzung Roar Ljökelsöy, Johan Remen Evensen, Anders Bardal und Anders Jacobsen.

"Ich bin vor allem mit den Leistungen von Loitzl und Eggenhofer zufrieden, die im Skifliegen einen Schritt nach vorne gemacht haben. Dass die Russen gut sind, haben wir gewusst, aber wir haben zwei Topleute nicht eingesetzt und sind Dritter geworden. Wir können erhobenen Hauptes aus dem Wettkampf herausgehen", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner Sonntagnachmittag. Der zweite Platz in der Team-Tour-Wertung hinter Norwegen schmerzte daher nicht wirklich. "Es sind alle schon auf die WM fokussiert und darauf freuen wir uns schon sehr. Ich bin sehr zufrieden, wie die unmittelbare Vorbereitung abgelaufen ist und es war auch ein guter Schachzug, dass wir Thomas Morgenstern rausgenommen haben. Er hat zuletzt in Villach sehr gut trainiert", berichtete Pointner.

Österreichs hochgehandelte "Adler" werden in Etappen zur WM nach Liberec reisen: Morgenstern bildet die Vorhut und wird als Erster des ÖSV-Teams am Mittwoch auf der Normalschanze, auf der der erste WM-Bewerb der Springer stattfindet, trainieren. "Der Rest reist am Mittwoch an und wird erstmals am Donnerstag trainieren, da man da ein zusätzliches Training unter Flutlicht angeboten hat", so der Cheftrainer.

Gregor Schlierenzauer, der nach dem Ende seiner Siegesserie schon am Samstag abgereist ist, wird voraussichtlich am Dienstag sogar noch auf der 60-m-Schanze in Stams letzte Abstimmungen machen. "Das ist sein Adlerhorst. Es ist sicher eine große Stärke unserer Springer, dass sie immer wieder an die Basis zurückkehren", sagte Pointner. (APA)

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