Gleitsmann: Frisches Geld löst Probleme nicht

15. Februar 2009, 15:09
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Grünewald gegen "kurzfristige Budgetkosmetik" - Scheibner vermisst nachhaltige Sanierung

Wien - Martin Gleitsmann, der Gesundheitsexperte der Wirtschaftskammer, hält es nicht für richtig, zur Sanierung der Krankenkassen immer nur nach "frischem Geld zu rufen". Das sei "nicht gerade kreativ und löst die Probleme nicht", hielt er am Sonntag den Aussagen von Gesundheitsministerin Alois Stöger im APA-Interview entgegen.

Der bei der Regierungsklausur beschlossene Kassenstrukturfonds sei ein "guter Schritt" - auch um von den Kassen Vorschläge für kostendämpfende Strukturreformen einzufordern. Sich wenige Tage nach dieser Entscheidung schon Gedanken über neue Geldflüsse zu machen, mache keinen Sinn, meinte er in einer Aussendung. Vielmehr sei "Phantasie" der Kassen und des Ministers gefordert.

FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl plädierte in einer Aussendung für "starken politischen Druck" für eine Strukturreform. Denn "es wäre naiv anzunehmen, dass die Kassen hier selbst tätig werden". Er plädierte u.a. für die Zusammenlegung von Kassen und dafür, Außenstände von anderen Ländern einzutreiben.

Grünewald gegen "kurzfristige Budgetkosmetik"

Der gf. BZÖ-Obmann Herbert Scheibner wandte sich am Sonntag dagegen, "immer mehr Steuergeld in die Krankenkassen zu pumpen, ohne für eine nachhaltige Sanierung zu sorgen". Er plädierte in einer Aussendung für "kreative Lösungen".

Grünen-Gesundheitssprecher Kurt Grünewald warnte davor, nur "kurzfristige Budgetkosmetik" bei den Krankenkassen zu betreiben. Er geht davon aus, dass sich die Defizite in kürzester Zeit wieder aufbauen werden. (APA)

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