Aus Honda könnte etwas werden

15. Februar 2009, 12:55
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Schwierige Rettung nach der Japaner - Brasilianisches Konsortium soll nun vorläufiges Überleben sichern

London/Stuttgart  - Das Rettungspaket für das ehemalige Honda-Team ist fast geschnürt, doch Wunschpartner Mercedes zögert noch. Dank der Hilfe von brasilianischen Sponsoren und sogar von Bernie Ecclestone rechnet der Rennstall britischen Medien zufolge inzwischen fest mit einem Start beim Saisonauftakt in Melbourne Ende März.

Für den geplanten Motoren-Deal mit Mercedes-Benz verlangt der schwäbische Autobauer allerdings verbindliche Finanzierungs-Garantien. "In Vorleistung werden wir nicht gehen. Wir werden Geld verdienen, sollte diese Übereinkunft getroffen werden", betonte Motorsportchef Norbert Haug. Und ergänzte: "Das hilft auch unserer Kapazitätsauslastung, nachdem in diesem Jahr durch die freiwillige Selbstbeschränkung der FOTA pro Team weniger Motoren gebaut und eingesetzt werden als noch 2008."

Angeblich soll Mercedes für die Aggregate jährlich mehr als acht Millionen Euro fordern. Mercedes stattet in der kommenden Saison neben dem eigenen Team auch den Force-India-Rennstall aus. 

Seit dem überraschenden Rückzug von Honda nach der Vorsaison gestaltet sich die Suche nach einem Interessenten schwierig. Nun scheint in Konsortium aus Brasilien wolle mehr als 22 Millionen Euro investieren und damit zumindest die Teilnahme an den ersten vier Saisonrennen absichern, berichtete "The Guardian". Als zweiter Pilot sei neben dem Briten Jenson Button der Brasilianer Bruno Senna vorgesehen.

Eine Partnerschaft von Mercedes mit Ex-Honda wird auch von McLaren befürwortet. "Wir haben so viel Hilfe und Unterstützung angeboten wie wir können im Interesse des Sports und der Solidarität in der Formel-1-Teamvereinigung", sagte Martin Whitmarsh, Geschäftsführer und künftiger Teamchef von McLaren. (APA/dpa/red)

 

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