Rebellen beschießen Grenzstadt

15. Februar 2009, 12:31
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UN-Menschenrechtsexperte soll Gefängnis in Rangun besuchen

Rangun - Kurz vor dem Besuch eines UN-Menschenrechtsexperten in Burma haben Angehörige der ethnischen Minderheit der Karen Staatsmedien zufolge eine Stadt an der Grenze zu Thailand beschossen. Aufständische der Karen National Union (KNU) hätten am Samstagmorgen die Stadt Myawaddy im Bundesstaat Kayin mit schweren Geschützen angegriffen, ohne dass jedoch Menschen zu Schaden gekommen wären, meldete die Staatszeitung "New Light of Myanmar" am Sonntag. Die Geschosse seien mehrere Kilometer südlich der Stadt eingeschlagen. In dem Bundesstaat leben viele Angehörige der Karen. Die Rebellen der KNU kämpfen bereits seit sechs Jahrzehnten gegen die Regierung.

Der UN-Menschenrechtsexperte Tomas Ojea Quintana wollte sich am Sonntag mit Vertretern der Karen Buddhist Army treffen, einer Gruppe ehemaliger Aufständischer, die jedoch die Seiten gewechselt hat und jetzt gegen die KNU kämpft. Quintana soll bei seinem sechstägigen Besuch in Burma die Fortschritte bei der Umsetzung der Menschenrechte untersuchen. Nach UN-Angaben soll er auch dem berüchtigten Insein-Gefängnis in Rangun einen Besuch abstatten, in dem hunderte politische Aktivisten inhaftiert sind. (APA)

 

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