Großer Andrang bei Referendum

15. Februar 2009, 21:14
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Stimmlokale in Venezuela schließen um 23.30 Uhr (MEZ)

Caracas - Die Bürger Venezuelas haben am Sonntag in einer Volksabstimmung über eine unbegrenzte Amtszeit für Präsident Hugo Chavez entschieden. Nach Öffnung der Wahllokale bildeten sich lange Wartschlangen. In letzten Meinungsumfragen vor der Abstimmung lagen Anhänger und Gegner des linksnationalistischen Staatschefs Kopf an Kopf. Die Stimmlokale waren bis 23.30 Uhr (MEZ) geöffnet.

Chavez rief die Venezolaner am Sonntag in einer Zeitungskolumne zu einem "Ja" für die Verfassungsänderung auf. Es gehe um die Wahl zwischen "revolutionärer Demokratie" und einem "konterrevolutionären Versuch, auf die Bremse zu treten", schrieb er.

Das Parlament hat den Verfassungsänderungen zur Aufhebung der Begrenzungen von Amtszeiten gewählter Beamter bereits zugestimmt. Sie treten in Kraft, wenn sie in dem Referendum bestätigt werden. Ohne die Änderung muss Chavez 2013 aus dem Amt scheiden. Er ist seit 1998 Präsident.

Gegner werfen dem Staatschef vor, schon jetzt zu viel Macht an sich gerissen zu haben und zu lange an der Regierung zu sein. "Zehn Jahre sind doch nichts", sagte Chavez indessen am Tag vor dem Referendum an die Adresse seiner Gegner: "Ich weiß nicht, worüber die sich beklagen." Im Falle einer Niederlage schließt er ein weiteres Referendum nicht aus. 2007 war er mit dem Versuch gescheitert, mit einer umfassenden Verfassungsänderung sich seine Amtszeit in einer Volksabstimmung verlängern zu lassen. (APA/AP)

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    Bei einer positiven Entscheidung könnte Präsident Hugo Chavez erneut für das Präsidentenamt kandidieren

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