Hunderttausende demonstrierten am Todestag Hariris

14. Februar 2009, 17:06
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Mehrere Verletzte am Jahrestag der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten in Beirut

Beirut - Bei Zusammenstößen in der libanesischen Hauptstadt Beirut am Jahrestag der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri sind mehrere Menschen verletzt worden. Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen warfen mutmaßliche Anhänger der pro-syrischen Hisbollah Steine auf die Autos der Pro-Hariri- Demonstranten, als die Gedenkfeiern beendet waren. Freiwillige des Roten Kreuzes sprachen von mindestens neun Verletzten. Hariri war am 14. Februar 2005 einem Bombenattentat zum Opfer gefallen. Bei der Demonstration forderten seine Anhänger Unabhängigkeit, Souveränität und Freiheit für den Libanon und sangen die Nationalhymne.

Saad Hariri unter den Rednern

Bei der von einem enormen Aufgebot an Sicherheitskräften begleiteten Demonstration in Beirut hielten die Anhänger Hariris Plakate mit dessen Konterfei in die Höhe. Sie forderten Unabhängigkeit, Souveränität und Freiheit für den Libanon und sangen die Nationalhymne.

Unter den Rednern bei einer Kundgebung auf einem zentralen Platz in Beirut war auch der Sohn des früheren Ministerpräsidenten, Saad Hariri. Er führt das anti-syrische Lager im Libanon in die Parlamentswahlen im Juni. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der pro-syrischen Hisbollah erwartet. Der Anschlag auf Hariri soll vom 1. März an auch den Strafgerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag beschäftigen. (APA/dpa)

 

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