150 Tonnen radioaktiver Schrott in Deutschland sichergestellt

14. Februar 2009, 13:46
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Aus indischen Gießereien - Funde in zwölf Bundesländern

Frankfurt/Main - Bei in Deutschland entdecktem radioaktiven Schrott aus Indien handelt es sich um mehr als 150 Tonnen Metallteile, die auf zwölf deutsche Bundesländer verteilt sind. Eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums sagte am Samstag, diese Zahlen hätten die Länder nach Berlin gemeldet. Laut einem "Spiegel"-Bericht werden die Kontaminationen von dem radioaktiven Isotop Kobalt 60 verursacht, das hauptsächlich aus drei indischen Gießereien in verschiedenste Produkte in Deutschland gelangt ist.

Unter Berufung auf einen internen Vermerk aus dem deutschen Umweltministerium berichtete der "Spiegel", fünf Tonnen Edelstahlspäne hätten den gesetzlichen Grenzwert so deutlich überschritten, dass sie der Gesellschaft für Nuklear-Service hätten übergeben werden mussten. Bekannt seien den Behörden bisher Kontaminationen bei Ventilen, Gussteilen, Edelstahlseilen, Maschinenteilen und Altmetallspänen. Umweltministerium hatte am Dienstag über den Fall informiert.

Fachleute aus dem Ministerium zitierte das Magazin mit den Worten, der Import des radioaktiv verseuchten Metalls habe eine "riesige Dimension". Dazu sagte die Ministeriumssprecherin am Samstag: "Von Dramatik kann keine Rede sein. Aber wir nehmen das Problem sehr ernst, auch weil es erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die betroffenen Firmen hat." (AP)

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