Fünfköpfige Familie im Burgenland erlitt Kohlenmonoxid-Vergiftung

14. Februar 2009, 12:59
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Undichte Heizungsabdeckung ließ Kohlenmonoxid in Reihenhaus in Neusiedl am See ausströmen - Eltern und drei Töchter mussten ins Krankenhaus

Eisenstadt - In Neusiedl am See hat eine fünfköpfige Familie in der Nacht von Freitag auf Samstag eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Das Gas dürfte aus einer undichten Abdeckung an der Heizung im Reihenhaus der Familie ausgetreten sein. Der Vater, die Mutter und die drei kleinen Töchter mussten ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht werden, so ein Sprecher des ÖAMTC heute, Samstag.

Der Familienvater alarmierte gegen 8.30 Uhr die Rettung und klagte über Benommenheit. Als die Helfer in dem Reihenhaus eintrafen, waren die Frau und die Kinder teilweise nicht ansprechbar. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr stellte eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Atemluft fest.

Nach der Erstversorgung an Ort und Stelle durch Rotes Kreuz und Sprengelarzt konnten vier der fünf Vergifteten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht werden. Eines der Mädchen, das stärkere Vergiftungssymptome zeigte, wurde mit dem Rettungshubschrauber ebenfalls ins Krankenhaus Eisenstadt geflogen. Der Zustand der Familie wird von den Rettungskräften als stabil beschrieben.

Die Familie war erst am Freitag von einem Skiurlaub zurückgekehrt und hatte in dem inzwischen abgekühlten Haus die Heizung besonders stark aufgedreht. Dass sich - offenbar aufgrund des Sturms der vergangenen Tage - eine Abdeckung an der Heizung gelöst hatte, wurde nicht bemerkt. Dadurch strömten die Heizungsabgase teilweise ins Hausinnere anstatt nach draußen. (APA)

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