Ehemaliger UN-Beauftragter: Tausende Polizeiausbilder nötig

14. Februar 2009, 12:24
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Tom Koenigs kritisiert Vorgehen des Westens

Berlin - Der ehemalige Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Afghanistan, Tom Koenigs, hat das Vorgehen des Westens in dem Land kritisiert. Deutschland und Europa verfolgten einen Weg, der absehbar in die Irre führe, sagte er der "Berliner Zeitung" von Samstag. Statt weiterer Soldaten sei die Entsendung tausender qualifizierter Polizeiausbilder nötig. Diese müssten aber auch militärisch qualifiziert sein. Am besten geeignet seien daher Feldjäger der Bundeswehr, sagte Koenigs.

Koenigs forderte zudem einheitliche Einsatzregeln für alle NATO-Staaten in Afghanistan. Es müsse Schluss damit sein, dass jedes Land eigene Einsatzregeln aufstelle. Der Grünen-Politiker verteidigte aber gleichzeitig entschieden den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Er sei nötig und gerechtfertigt, um die Menschenrechte zu verteidigen. Es handle sich um global gültige Rechte, die auch global verteidigt werden müssten. (APA)

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