Ex-Folterzentrum wird UN-Menschenrechtszentrum

14. Februar 2009, 12:14
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Zwischen 1976 und 1983 tausende Menschen gefoltert und ermordet

Buenos Aires - Ein berüchtigtes Folterzentrum der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 wird das weltweit erste Zentrum für Menschenrechte der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO). UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura und die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner unterzeichneten am Freitag in Buenos Aires ein entsprechendes Abkommen in der Marineingenieurschule ESMA im Norden der Hauptstadt.

In der 2004 zum Museum umgewandelten Einrichtung wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen unter der Militärjunta tausende Menschen gefoltert und ermordet. Insgesamt wurden nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen während der argentinischen Militärdiktatur bis zu 30.000 Menschen gefoltert, vergewaltigt und ermordet oder verschwanden spurlos. (APA/AFP)

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