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Lila sind die Bösen, olivgrün die Guten. Zumindest wenn man "Halo Wars" als Olivgrüner spielt.
Fein sind Kriege immer dann, wenn man weiß, wer die Guten sind. Also praktisch immer die, auf deren Seite man steht. Und noch feiner sind Kriege, wenn man sie in den Medien sieht. Sei es in den gedruckten oder den elektronischen - fast immer haben die Bilder eine künstlerische Ästhetik. Das wahre Grauen der sinnlosen Gewalt, die zerfetzten Körper und die verstümmelten Überlebenden finden sich dagegen kaum in der Zeitung oder auf dem Bildschirm. Seltsamerweise wird aber stets Video- und Computerspielen vorgeworfen, dass sie gewaltverherrlichend und abstumpfend seien.
Keine Frage, Restart-Möglichkeiten oder mehrere Leben bietet die Realität nicht. Aber auch im Film geht es meist nur fast wie im richtigen Leben zu. Der Vorteil des Spiels im Vergleich zur Leinwand: Man kann nicht nur mitfiebern, sondern selbst bestimmen - und hat so einen Grund, nach einer Niederlage aufgrund falscher strategischer Planung den Controller durchs Zimmer zu schmeißen.
Menschen gegen böse Außerirdische
Derartige Wurfgelegenheiten bieten sich beispielsweise dank dem am 27. Februar erscheinenden Halo Wars (Microsoft Game Studios, Xbox360, ab 65 Euro, ab 16 Jahren). Erstmals wird in der erfolgreichen Halo-Serie nicht mehr aus der Ich-Perspektive geschossen. Stattdessen kämpft man in einem sogenannten Echtzeit-Strategiespiel (RTS) als Menschen gegen die bösen Außerirdischen.
Ungewöhnlich (leider noch immer) für ein Computerspiel ist die elaborierte Geschichte, ein Markenzeichen der Serie. Was der Produktion von Kampftruppen in Basen und dem geschickten Einsatz einen richtigen "Sinn" gibt. Es wird in einzelnen Abschnitten gespielt, deren Komplexitätsgrad langsam steigt, dazwischen treibt die Story das Geschehen voran.
Schöne Grafik
Grafisch ist das Spiel einwandfrei, das Spielprinzip bietet natürlich nur wenig Neues: In seiner Basis kann man zusätzliche Gebäude errichten, die entweder neue Einheiten hervorbringen oder neue Technologien oder Verbesserungen ermöglichen. Mühsames Standortsuchen erspart man sich, alle zusätzlichen Gebäude sind direkt an der Basis platziert.
Die auf einem Konsolen-Controller nicht immer ganz einfache Steuerung bei RTS ist schlüssig gelöst, im unübersichtlichsten Getümmel bricht man sich nicht die Finger. Kindlichen Gemütern wird die Möglichkeit, Feinde auf unkonventionelle Art zu beseitigen, Freude bereiten: etwa, indem man eine Brücke verschwinden lässt.
Stupide Soldaten
Etwas mühsam ist allerdings die völlig stupide Befolgung von Befehlen: Wenn die Männchen ein feindliches Gebäude zerstören sollen, ignorieren sie gegnerische Truppen vollkommen und lassen sich wehrlos abschlachten. (Michael Möseneder, DER STANDARD/Printausgabe, 14.2.2009)
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Bei C&C 3 kann man seine Truppen auf "aggressiv" stellen -> Wenn ein Gegner in Reichweite ist wird trotz Move-Order oder Angriffsziel ausser Reichweite geschossen. Der ursprüngliche Befehl wird dabei weiter durchgeführt.
Ich find's witzig dass Halo Wars ein _einfaches_ RTS Game sein soll, das mutmaßliche Fehlen solcher Optionen das Spiel aber wohl schwieriger macht... Gut überlegt!
auf der konsole funzt das micro managment nicht so richtig, aber man könnte ja die truppen euf ein gebäude losgehen lassen, und wenn der feind den trupp angreift, greifen automatisch, was weiß ich, ein viertel der soldaten die gegener an, und wenn die dann weg sind, gehen sie wieder zum gebäude.
Sehe ich genauso wie meine Vorposter. Das ist doch etwas völlig übliches und gewünschtes, dass die Truppen die Befehle ausführen. Wenn sie sowieso nur das machen, was sie für richtig halten, wozu soll ich sie dann überhaupt kommandieren? Dann kann ich mich ja gleich zurücklehnen und schauen wie die KI für mich spielt und Entscheidungen fällt was zu tun ist.
Prinzipiell stimmt das schon aber hier kommt mMn der Nachteil der Konsole zum tragen. Am pc tut man sich leicht per micromanagement 1-2 einheiten um zu kommandieren um sich drum zu kümmern das die verluste kleiner sind.
Auf der Konsole is das etwas schwer und beim spielen der Demo wäre mir nicht aufgefallen wie ich das geschickt lösen könnte.
ich bin zwar absolut kein Halo fan, aber
"Wenn die Männchen ein feindliches Gebäude zerstören sollen, ignorieren sie gegnerische Truppen vollkommen "
Wenn ich meinen Einheiten befehle ein Gebäude anzugreifen, will ich normalerweise auhc dass sie das Gebäude angreifen und sich nicht ablenken lassen. Wenn das G. z.b. schon rot ist und dann opfere ich öfters mal kleine Gruppen um das Gebäude noch zu zerstören bevor sie aufgerieben werden.
Natürlich kann man argumentieren, dass das ausführen von Befehlen 'stupide' ist, aber das ist dann wohl eher ein Philosophische Frage.
In (modernen) Armeen würden Einheiten vermutlich versuchen vor übermächtigen Feinfeuer in Deckung zu gehen und Unterstützung anfordern, statt sich sinnlos in den Tod zu werfen.
Bei einer WK 1 oder WK 2 Szenerie kann das wieder ganz anders ausschauen.
Ich bilde mir aber ein irgendwann etwas gespielt zu haben, wo es einen besonderen "Kamikaze"-Befehl braucht um Truppen die "festgenagelt" waren noch zu bewegen. (Ist es Company of Heroes?)
Sehe ich genauso. Diese Kamikaze-Strategie kann durchaus aufgehen.
Früher, zu C&C 2-Zeiten, habe ich immer die Fallschirmspringer gesammelt, um sie als Kanonenfutter gegen die feindlichen Abwehrstellungen ins Gefecht zu schicken. War erst mal die Verteidigung hinüber, hatten die ~60 Mammutpanzer keine Schwierigkeiten mehr.
Wenn Sie das mögen, kann ich ihnen mit jeder Faser meines Körpers "Supreme Commander" (PC, XBOX 360) empfehlen. Bestes Strategiespiel seit Jahren. Beispiel: 5, 6 Stunden Spielzeit um perfektes Energiesystem aufzubauen, anschließend erst genügend Ressourcen um Atomwaffen zu bauen. Bumm. Gegner tot.
Gegner tut das natürlich auch :)
Armeen mit 800 Einheiten, Riesige Luftbasen, 60 Meter hohe Roboter usw.
Das vielseitigste, anspruchvollste, innovativste RTS Spiel der letzten 6 Jahre. Gibt's schon um 10€ (Cosmos, Libro), obwohls noch nicht alt ist.
Wenn Sie Strategiespiele lieben, unbedingt kaufen. Ein ausführlicher Test:
http://www.4players.de/4players.... ander.html
Grüße
Ich hab damals nie die Kampagne gespielt, sondern immer die Multiplayer-Version mit 1-X PC-Gegnern. Ich hab‘ mir aber auch Zeit gelassen. Unter 4 Stunden pro Partie lief nix. Lager aufbauen, Verteidigung (innere mit Flarakstellungen und Flammenwerfern und äußere mit Teslaspulen und ebenfalls Flammenwerfern) planen und aufstellen, Truppen bauen und sammeln, immer wieder Aufklärungsflüge durchführen (hab‘ Sowjets gespielt, die hatten keinen Satelliten, dafür hatten die Amis keine dicken Panzer… *g*), etc.
Hätte der/die Gegner nicht regelmäßig ein paar seiner verhungerten Fußsoldaten in meine Teslaspulen geschickt, wäre es eh ein bisserl witziger geworden.
Wobei: ab 3 Gegner wurde es interessant…
"Etwas mühsam ist allerdings die völlig stupide Befolgung von Befehlen: Wenn die Männchen ein feindliches Gebäude zerstören sollen, ignorieren sie gegnerische Truppen vollkommen und lassen sich wehrlos abschlachten."
Was soll diese Bemerkung bitte? Wenn ich meinen Truppen den Befehl gebe ein Gebäude zu zerstören, sollen sie das auch zerstören und nicht mit gegnerischen Einheiten kämpfen (sonst geht das Gebäude womöglich nicht kaputt und das war doch das Zield er Aktion).
Mir würde auf die schnelle übrigens kein gutes Strategiespiel (das ich gespielt habe) einfallen, bei dem das anders wäre.
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