Ende wie im Märchen für die Sabres

15. Februar 2009, 11:29
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6:5-Sieg nach Penaltyschießen über San Jose Sharks - Entsetzen in Buffalo über Flugzeugabsturz

Buffalo/New York - Trotz des Flugzeugabsturzes in unmittelbarer Nähe von Buffalo sind die Sabres am Freitag (Ortszeit) in der National Hockey League (NHL) ohne ihren weiterhin verletzten Topscorer Thomas Vanek gegen die San Jose Sharks angetreten. Trainer Lindy Ruff äußerte sich nach dem 6:5-Heimsieg nach Penaltyschießen jedoch entsetzt über die Tragödie mit 50 Todesopfern, die sich in der Nähe seines Hauses abgespielt hatte.

Viele Spieler, auch Vanek, wohnen im betroffenen Vorort Clarence. Eine Verlegung der Partie gegen die Sharks habe man jedoch abgelehnt, erklärte Ruff. "Wir wollten spielen, aber unsere Gedanken waren woanders", betonte der Head-Coach.

Torhüter Patrick Lalime erzählte, er habe das Flugzeug kommen sehen, das am Donnerstag gegen 22.20 Uhr kurz vor der Landung abstürzte. "Es war ziemlich tief. Wir haben überhaupt keinen Lärm gehört, aber als wir nach draußen gingen, haben wir überall Feuer gesehen und den Notruf gewählt", sagte Lalime.

Der finnische Verteidiger Teppo Numminen bekam den Absturz mit, als er im Bett lag. "Ich hörte das Flugzeug kommen. Es klang merkwürdig - ganz nah bei uns", berichtete Numminen. Nach dem Aufprall habe er aus dem Fenster geschaut: "Ich sah den roten Himmel und wusste, dass etwas nicht in Ordnung ist." Auch der aufgewühlt wirkende Trainer Ruff bekam das Unglück mit: "Ich habe die Sirenen gehört, ich habe alles gehört."

Seine Schützlinge lagen gegen San Jose trotz 3:0- und 4:1-Führungen kurz vor Schluss 4:5 zurück. Vier Sekunden vor dem Ende traf Jason Pominville jedoch zum Ausgleich und rettete seine Mannschaft in die torlose Verlängerung. Im Penaltyschießen gelang der Sieg. "Das war ein Ende wie im Märchen. Wir brauchten es, und unsere Fans werden es brauchen", erklärte Ruff.

Am Samstag sorgte Mike Green von den Washington Capitals beim 5:1-Sieg gegen Tampa Bay Lightning im achten Spiel in Folge ein Tor erzielt und damit für einen Rekord gesorgt. Der 23-jährige Verteidiger traf im Powerplay zum 4:0-Zwischenstand. Die bisherige Bestmarke für hatte Mike O'Connell gehalten, der 1983/84 in sieben aufeinanderfolgenden Spielen getroffen hatte. (APA/red)

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NHL-Bericht

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    Derek Roy mit dem entscheidenden Penalty, Evegni Nabokov geschlagen.

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