Unabhängigkeit des Kosovo ist nicht umkehrbar

14. Februar 2009, 08:22
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Regierungschef bietet Serben zum Jahrestag Zusammenarbeit an

Prishtina - Zum Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien hat Ministerpräsident Hashim Thaci den Bruch als "nicht umkehrbar" bezeichnet. "Am 17. Februar war in den Beziehungen mit Serbien alles vorbei", sagte Thaci der Nachrichtenagentur AFP. "Dieser Prozess ist unumkehrbar." Die Unabhängigkeit wird inzwischen von 54 Staaten anerkannt, darunter die USA und die meisten europäischen Staaten.

Agebot an Belgrad

Thaci bot der Regierung in Belgrad Zusammenarbeit an, zeigte sich aber zugleich enttäuscht über die bisher an den Tag gelegte Haltung. "In Pristina besteht der gute Wille zur Normalisierung der Beziehungen", sagte Thaci. Dafür müssten sich Serbien und das Kosovo "gegenseitig als unabhängige Staaten anerkennen". Darüber hinaus sollten wechselseitig Botschaften eingerichtet und diplomatische Beziehungen aufgenommen werden. Bedauerlicherweise habe jedoch Belgrad eine extrem nationalistische Haltung eingenommen und stelle die territoriale Unversehrtheit des Kosovo in Frage.

"Wertvoll, miteinander zu reden"

"Wir laufen nicht vor Treffen (mit der serbischen Regierung) davon", sagte Thaci. "Es ist wertvoll, miteinander zu reden - nur haben wir nicht zu verhandeln." Ein Gesprächsthema könnte etwa das Schicksal von Vertriebenen sein. Thaci räumte ein, dass es mit den mehrheitlich von Serben besiedelten Gebieten bei Mitrovica im Norden des Kosovo Probleme gebe. Er hoffe jedoch, dass sie "in naher Zukunft voll integriert" sein würden. Die Zukunft Kosovos liege in Europa, sagte der kosovarische Regierungschef. Sein Land werde eines Tages Mitglied der Europäischen Union und der NATO sein - "mit ausgezeichneten Beziehungen zu den USA". (APA/AFP)

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