Mindestens dreißig Tote bei US-Angriff

14. Februar 2009, 19:57
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Angriff mit Drohne an der Grenze zu Afghanistan

Islamabad - Bei einem US-Angriff auf ein Islamistenversteck in Pakistan sind am Samstag mindestens 30 Menschen getötet worden, darunter der pakistanische Taliban-Chef Baitullah Mehsud. Wie ein Geheimdienstmitarbeiter berichtete, feuerte eine unbemannte Drohne zwei Raketen auf ein Gebäude im Stammesgebiet in Süd-Waziristan im Norden Pakistans ab.

Die Grenzregion gilt als Rückzugsgebiet für Al-Kaida-Terroristen und Kämpfer der Taliban, die von dort die US-geführten Truppen jenseits der Grenze in Afghanistan angreifen. In der Region werden die Al-Kaida-Führer Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri vermutet.

Weitere Opfer vermutet

"Durch den Raketenbeschuss wurde das festungsartige Haus in Shawangai dem Erdboden gleichgemacht", sagte der Geheimdienstmann. Unter dem Schutt wurden weitere Opfer vermutet. Zumeist handelt es sich den Angaben zufolge um Usbeken. In dem Gebäude hätten sich mindestens 50 Militante zu einem Treffen versammelt. Taliban umstellten das Gebiet nach dem Angriff und brachten mehrere Verletzte in ein Krankenhaus.

Die US-Streitkräfte haben seit vergangenen Juli vermutlich mehr als 30 derartige Angriffe im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet durchgeführt. Die Führung des Terrornetzwerks Al Kaida sei dadurch erheblich geschwächt worden. Die pakistanische Regierung hat gegen die Angriffe scharf protestiert und erklärt, bei den meisten Opfern handle es sich um Zivilpersonen.

Dem neuen amerikanischen Afghanistan-Gesandten Richard Holbrooke sagte sie bei seinem Besuch in Islamabad Anfang der Woche, bei den Angriffen würden zuviele Zivilpersonen getötet und das untergrabe ihre Strategie gegen Aufständische in der Region. (APA/dpa/AP)

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