Zum Niederknien

13. Februar 2009, 19:58
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Probleme und Freuden der Medienschaffenden

Lange werden sie die Medienschaffenden nicht mehr pflanzen, die drei Kaffeeautomaten im Medienzentrum, die mit Kundschaft verfahren wie weiland der Automat mit Kottans Präsident Pilch.

Der Ecocup, dieser wiederverwendbare Plastikbecher, trägt insofern ein gerüttelt Maß Schuld, als er etwas zu hoch ist für die Sensoren dieser Apparate. Bisweilen wird so ein Ecocup von den Greifern herausgeschubst, und der stupide Automat lässt Wasser, Kaffeepulver, den weißmachenden Extrakt und Zucker dorthin fließen bzw. rieseln, wo er in seiner Einfalt den Becher vermutet, und patzt sich selbst an.

Dieses Malheur passiert aber gegen Ende der WM nur noch wenigen Kaffeetrinkern, die meisten haben sich mit den Automaten arrangiert. Das heißt, sie akzeptieren die Überlegenheit dieser Deppen insofern, als sie sich vor ihnen in aller Demut hinknieen und mit dem Becher hochkonzentriert den Auslassdüsen nachfahren. Zugute halten freilich muss man den Automaten, dass sie nonchalant über das Kassieren hinwegsehen. Pilch hatte weiland ja nicht nur den Spott, sondern den monetären Schaden noch dazu.

Abgesehen davon stürmten die deutschen Kollegen den Tirol Berg, um quasi einen Kniefall vor Kathrin Hölzl hinzulegen, der Riesentorlauf-Weltmeisterin aus dem Berchtesgadener Land. Schließlich war Frau Hölzl vor dem Berg insofern auf die Knie gefallen, als sie zur Erkenntnis kam, dass sich die Medaille dort am besten abfeiern lässt. Besagte Kollegen hatten es ja nicht leicht gehabt, daheim zu argumentieren, dass es ein Muss ist, die alpine Ski-WM zu covern. Jetzt ist alles dufte. (bez, DER STANDARD Printausgabe 14.02.2009)

 

 

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