Die taktischen Finessen um den Senat

13. Februar 2009, 19:32
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Ende für den ansatzweisen Versuch einer "großen Koalition"

Washington/Wien - Der Absprung des Republikaners Judd Gregg aus dem Team des Demokraten Obama bedeutet das vorläufige Ende für den ansatzweisen Versuch einer "großen Koalition" in den USA. Wäre Gregg Handelsminister geworden, so hätte der Gouverneur seines Heimatstaates New Hampshire, der Demokrat John Lynch, entscheiden müssen, wer ihm in den Senat nachfolgt. In Absprache mit Obama entschied er sich für die Republikanerin Bonnie Newman.

Diese - nun hinfällige - Ernennung wäre ein großes Entgegenkommen gewesen, weil die Nominierung eines Demokraten diese Partei wahrscheinlich auf 60 von 100 Sitze gebracht hätte, mit denen sie Gesetze im Senat problemlos durchbringen kann. "Wahrscheinlich" deshalb, weil der 59. Senatssitz der Demokraten noch umstritten ist. Der Comedy-Star Al Franken hat ihn in Minnesota so knapp gewonnen, dass ein Gericht bis jetzt an der Entscheidung arbeitet. (Erhard Stackl/DER STANDARD, Printausgabe, 14.2.2009)

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