Stiller Banker und Förderer

13. Februar 2009, 19:09
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Emil Alexander Kahane: Spross einer zwei Milliarden Euro schweren Dynastie

Wien - Der bei dem Flugzeugunglück verletzte Emil Alexander Kahane und Sohn des legendären Industrietycoons Karl Kahane ist in der Öffentlichkeit ein unbeschriebenes Blatt. In geschäftlicher Hinsicht hat sich der 53-Jährige nicht zurückgezogen, präsidiert er doch den Zitronensäure-Hersteller Jungbunzlauer und die familieneigene Gutmann Bank und sitzt im Beirat des Bruno-Kreisky-Forums (der 1993 verstorbene Karl Kahane war ein enger Freund des früheren Bundeskanzlers).

Wirtschaftlich hat die Familie freilich schon eine bedeutendere Rolle gespielt - als Industrieperlen wie Veitscher (Magnesit), Terranova (Baustoffe) oder Donau Chemie den Kahanes gehörten. Finanziell hat das nicht geschadet - der trend reiht die Kahanes an die elfte Stelle der hundert reichsten Österreicher mit einem geschätzten Vermögen von zwei Mrd. Euro. Fixe Dividendenanteile gehen jährlich an die Schweizer Karl Kahane Foundation. Ebenfalls in die Eidgenossenschaft verlegt hat noch Karl Kahane den Firmensitz, wo u. a. auch Emil Alexander (neben Wien und Venedig) residiert.

Härte bewies der gelernte Banker vor 13 Jahren, als er in der Rolle des "Kleinaktionärs" von Wienerberger gegen Hauptanteilseigner CA zu Felde zog. Ansonsten gilt der ebenso fein- wie kunstsinnige Mäzen als teamorientiert und umgänglich - ganz im Gegensatz zum väterlichen Patriarchen. (as/DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.2.2009)

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