Fälle sollen in zentrale Polizeidatei kommen

13. Februar 2009, 18:59
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Innenministerin Fekter will eine zentrale Datei einrichten

Wien - Österreich soll eine zentrale Vermisstendatei bekommen, wünschte sich Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend. Noch bleibt der Wunsch aber vage - rechtliche und personelle Fragen sind offen.

Es sind hunderte Personen, die in Österreich abgängig sind. Mit dem Stichtag 31.12.2007 wurde vom Innenministerium nach 730 Menschen gefahndet. 168 davon waren Minderjährige, zeigt die Auswertung der Polizeistatistik. Von diesen Kindern und Jugendlichen waren fünf schon länger als zehn Jahre verschwunden, weitere fünf mindestens fünf Jahre.

In Deutschland, der Schweiz und Belgien gibt es für diese Fälle eigene Vermisstendateien, die zentral verwaltet werden. In Belgien arbeiten dort beispielsweise 14 Polizisten und registrieren jede Vermisstenanzeige, die bei irgendeiner Polizeistation aufgegeben wird - im Schnitt 16.000 pro Jahr. Die meisten klären sich schnell, knapp 1400 führen aber zu näheren Ermittlungen.

Ob eine Datei in Österreich ebenso umfangreich wäre ließ Fekter offen, auch die Frage nach etwaigem Personalstand konnte nicht beantwortet werden. (moe/DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.2.2009)

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