Wirtschaftskrise für USA gefährlicher als Al-Kaida

13. Februar 2009, 18:37
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US-Geheimdienste warnen vor Instabilitäten

Washington - Die Wirtschaftskrise gefährdet laut US-Geheimdienste die Sicherheit der USA derzeit mehr als der Terrorismus. Sollte die Krise anhalten, wäre in einigen ärmeren Ländern die politische Ordnung in Gefahr, heißt es im Jahresbericht von US-Geheimdienstkoordinator Dennis Blair. Die Gefahr durch das Terrornetzwerk Al-Kaida nimmt demnach ab.

Vor allem in Ländern der früheren Sowjetunion, Afrikas und Lateinamerikas bestehe die Gefahr der Instabilität. Diese Länder seien finanziell nicht für die Bewältigung der Krise gerüstet. Das wirke sich auf die USA in Form von Protektionismus aus. Auch könnten Verbündete der USA ihren Verpflichtungen im Bereich der Verteidigung und der humanitären Hilfe möglicherweise nicht mehr nachkommen.

Das Terrornetzwerk Al-Kaida ist laut Blair heute "weniger fähig und weniger effektiv als noch vor einem Jahr". Grund sei der "anhaltende Druck", den die USA und ihre Verbündeten auf "den Kern der Al-Kaida-Führung in Pakistan" ausübten, sowie der Verlust mehrerer Führungsfiguren.

Europa warnte Blair vor Unruhen am Balkan. Der ungeklärte Status der serbischen Minderheit im Kosovo etwa könnte zur Herausforderung werden. (AFP, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14./15.02.2009)

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