Kein Gehaltsverzicht der AUA-Mitarbeiter

13. Februar 2009, 17:53
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Ende Februar sollen Ergebnisse stehen - Kurzarbeit bei Lufthansa

Wien - Zumindest das Bodenpersonal bei der AUA gibt sich nach außenhin alle Mühe, die Verhandlungen zum Sparpaket bis Ende Februar abgeschlossen zu haben. So wie es derzeit ausschaut, wird es seitens der Mitarbeiter keinen Gehaltsverzicht geben, verlautet unisono vom Betriebsrat und der Gewerkschaft. Gegen Kurzarbeitszeitmodelle wehrt man sich nicht.

Das Aussetzen der Pensionkassenbeiträge für ein Jahr dürfte bei den Belegschaftsvertretern auf Zustimmung stoßen. Zudem soll die Arbeitsstiftung Steyr, bei der die AUA Mitglied ist, aktiviert werden. Kündigungen will man tunlichst vermeiden, einvernehmliche Lösungen könnten aber forciert werden. Darüber hinaus könnte die AUA jenen Mitarbeitern, die nach dem Nachtarbeiterschwergesetz arbeiten, Versicherungszeiten nachkaufen, sodass diese eher in Pension gehen können. Betroffen davon könnten bis zu 40 Personen sein.

Kurzarbeit bei Lufthansa

Bei der Lufthansa-Tochter Cargo gilt wegen der Einbrüche auf dem Luftfracht-Markt ab März Kurzarbeit. Alle 2600 Boden-Mitarbeiter sollen ab 1. März 20 Prozent weniger arbeiten. Lufthansa Cargo garantiere 90 Prozent des letzten Netto-Gehalts. Auch mit den Cockpit-Mitarbeiter werden Verhandlungen geführt. Führungskräfte und Vorstände verzichteten freiwillig auf Gehalt. Je nach Entwicklung des Luftfracht-Marktes könne die Kurzarbeit reduziert oder ausgeweitet werden, sagte Cargo-Vorstand Roland Busch. Das Frachtaufkommen war im Jänner um mehr als ein Viertel eingebrochen.

Europas größte Airline, Air France-KLM, streicht angesichts der schlechten Konjunktur heuer weitere 1000 bis 1200 Arbeitsplätze. Bereits im Vorjahr wurden 2000 Mitarbeiter abgebaut. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14./15.2.2009)

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