Max Mosley bleibt streng

13. Februar 2009, 14:58
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Fahrer-Protest im Gebühren-Streit wird gekontert: "Neben Formel 1 viele Meisterschaften, in denen man gutes Geld verdienen kann"

London - Im Streit um erhöhte Gebühren für die Fahrer-Lizenz hat Automobil-Weltverbandschef Max Mosley den verärgerten Formel-1-Piloten einen Wechsel in andere Rennserien empfohlen. "Ein Fahrer, der die Superlizenz nicht bezahlen will oder sie sich nicht leisten kann, hat viele Alternativen. Neben der Formel 1 gibt es viele Meisterschaften, in denen ein Rennfahrer sehr gutes Geld verdienen kann", schrieb Mosley in einem Brief an alle Rennställe und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Die Piloten-Vereinigung GPDA hatte sich zuvor öffentlich gegen die stark erhöhten Kosten für die Superlizenz genannte Formel-1-Fahrerlaubnis gewehrt.

Mosley zeigte sich erneut bereit, über die Lizenzkosten zu verhandeln. Zur Bedingung machte der Brite aber, dass die Fahrer über ihre Gehälter Auskunft geben. "Sie werden verstehen, dass wir Härtefälle nur einschätzen können, wenn wir diese Information haben", erklärte Mosley. Er hoffe, dass die Fahrer die "berechtigte Position" des Verbands anerkennen und in der Formel 1 bleiben. Als Grund für die stark erhöhten Gebühren nannte Mosley die hohen Kosten für die Sicherheit.

Die Grundgebühr, die 2007 noch 1.690 Euro betrug, war im Vorjahr auf 10.000 Euro angehoben worden und soll in dieser Saison auf 10.400 Euro steigen. Statt 447 Euro wie vor zwei Jahren sollen die Fahrer nun 2.100 Euro pro WM-Punkt zahlen. Weltmeister Lewis Hamilton müsste nach Berechnungen der GPDA damit mehr als 200.000 Euro für seine Superlizenz zahlen. Der Internationale Automobilverband FIA nehme auf diese Weise 1,7 Millionen Euro von den Fahrern ein. Die Erhöhung der Gebühren sei "unangemessen und unfair", urteilte die GPDA. (APA/dpa)

 

 

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