Grünes Licht für Übernahme von Cemex-Ungarn

13. Februar 2009, 14:18
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Budapest - Der österreichische Baukonzern Strabag SE hat am Donnerstag von den ungarischen Kartellbehörden grünes Licht für die Übernahme des ungarischen Arms des mexikanischen Cemex-Konzerns bekommen. Der Kaufvertrag sei Ende Juli 2008 unterzeichnet worden, teilte die Strabag am Freitag mit. Der Übernahme der Cemex Austria AG (vormals Readymix Kies-Union) müssen noch die österreichischen Kartellbehörden zustimmen. Für die ungarische und österreichische Tochter zahlt der Bauriese 310 Mio. Euro, teilte Cemex anlässlich der Übernahme mit.

"Ich gehe davon aus, dass die Prüfung in Österreich unproblematischer sein dürfte und damit dieser Übernahme nichts mehr im Wege steht", zeigte sich Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner in der Aussendung erfreut. Damit sei die Strabag auch in Ungarn mit dem Zukauf der Cemex Hungaria Epitöanyagok Kft. zum Marktführer im Bereich Stein und Kies sowie der Betonproduktion geworden, hieß es.

In Ungarn ist Cemex Hungaria laut der Strabag der viertgrößte Marktteilnehmer in der Betonproduktion. 40 Betonmischanlagen versorgen das Land flächendeckend. Cemex Hungaria betreibt acht Stein- und Kiesgruben und verfügt über eine Rohstoffreserve von rund 60 Millionen Tonnen. Cemex Hungaria erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 61 Mio. Euro.

In Österreich betreibt Cemex Austria 45 Betonmischanlagen und 30 Stein- und Kiesgruben. Die bestehenden Rohstoffreserven betragen nach Angaben der Strabag rund 156 Millionen Tonnen. Cemex Austria erwirtschaftete einen Umsatz von 196 Mio. Euro im Jahr 2007. In den beiden Cemex-Töchtern wurden 2007 knapp über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. (APA)

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