"Staatspreis für Innovation 2008" an Fronius

13. Februar 2009, 13:30
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Jury zeigte sich vom Schweißsystem "DeltaSpot" überzeugt

Wien - Das oberösterreichische Unternehmen Fronius International hat am Donnerstagabend den "Staatspreis für Innovation 2008" des Wirtschaftsministeriums erhalten. Der Maschinen- und Anlagenbauer hat die Jury mit seinem Widerstandspunktschweißsystem "DeltaSpot" überzeugt. Mit dem Verfahren können erstmals Autokarosserien aus Aluminium im großen Stil produziert werden. Autos würden damit um 200 bis 300 Kilogramm leichter, was zu einem niedrigeren CO2-Ausstoß führe. Das teilten Fronius und das Ministerium am Freitag in einer Aussendung mit.

"Qualitätssicherung integriert"

Bisher habe es die Branche als gegeben hingenommen, dass die herkömmlichen Systeme für den Auto-Leichtbau ein automatisiertes Verbinden von Aluminium und Stahl nicht ermöglichen. Die innovative Leistung von Fronius werde zusätzlich dadurch untermauert, dass in dem Prozess auch gleich die Qualitätssicherung integriert sei, so das Ministerium.

Die Auszeichnung sei ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg "goldrichtig" und die Zeit für dieses Produkt gekommen sei, so Projektleiter Hubert Stadlmair. Mit dem Staatspreis habe Fronius nun die zweite Auszeichnung für innovative Lösungen erhalten. Erst vor wenigen Wochen sei das Unternehmen mit dem oberösterreichischen Innovationspreis bedacht worden.

Das Wirtschaftsministerium vergibt den Staatspreis für Innovation seit knapp 30 Jahren. "Damit wollen wir auch das öffentliche Verständnis für Wissenschaft, Forschung und Technologie in Österreich fördern", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Sonderpreis "Econovius"

Bei der Veranstaltung wurde auch der Sonderpreis "Econovius" der Wirtschaftskammer vergeben. Diesen hat das steirische Unternehmen g.tec Guger für sein "Brain-Computer Interface" (BCI) gewonnen. Das System unterstütze die Kommunikation zwischen menschlichem Gehirn und einem Computer. Die Funktionsweise basiere auf der Tatsache, dass mentale Aktivität zu einer Veränderung von elektrophysiologischen Signalen führt - wie etwa beim Elektroenzephalogramm (EEG). Das BCI-System spüre diese Veränderungen und wandle sie in Kontrollsignale um.

Damit lassen sich Sprachausgabegeräte, Rollstühle oder der Cursor am Computerbildschirm bedienen. Das System aus der Steiermark werde bereits in 55 Ländern eingesetzt, vor allem in Forschungszentren, Krankenhäusern und Universitäten. g.tec Guger Technologies ist das sechste Unternehmen, das von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl mit dem "Econovius" ausgezeichnet wurde, heißt es auf der Innovations-Staatspreis-Homepage. (APA)

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