Fünf Kinder bei Kämpfen im Süden getötet

13. Februar 2009, 13:03
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Australische Truppen lieferten sich Gefecht mit Taliban - NATO und USA mit Strategie zur Vermeidung ziviler Opfer

Kabul/Sydney/Washington - Bei einem Feuergefecht zwischen Kämpfern der radikal-islamischen Taliban und australischen Soldaten sind in der südafghanischen Provinz Uruzgan fünf Kinder getötet worden. Wie das australische Militär am Freitag mitteilte, waren die Soldaten am Vortag angegriffen worden. Als sie das Feuer erwiderten, seien fünf Kinder getötet worden. Ein weiteres Kind und zwei Erwachsene seien bei dem Schusswechsel verletzt, ein mutmaßlicher Taliban-Kämpfer sei getötet worden. Unterdessen haben die NATO und die US-geführten Truppen eine neue Strategie für den Anti-Terror-Kampf in Afghanistan vereinbart, mit der durch die verstärkte Einbeziehungen afghanischer Kräfte die Zahl der zivilen Opfer verringert werden soll.

Gefecht in Uruzgan

Die NATO-geführte Internationale Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) teilte am Freitag mit, Ziel der Operation in Uruzgan sei die regionale Taliban-Führung gewesen. In Uruzgan sind rund 1.000 australische ISAF-Soldaten stationiert, die militärische Führung dort haben die Niederlande. Die US-Armee teilte in der Nacht auf Freitag mit, bei einem Gefecht in Uruzgan sei am Donnerstag ein Soldat der US-geführten Anti-Terrorkoalition Operation Enduring Freedom (OEF) getötet worden.

Die US-Armee teilte weiter mit, wegen eines Gefechts in Uruzgan, bei dem am Dienstag ein Mädchen ins Kreuzfeuer geraten und tödlich verletzt worden war, habe man ein Treffen mit Dorfältesten abgehalten. Die Dorfältesten hätten die Auffassung geteilt, dass das Mädchen nicht gestorben wäre, hätten die Taliban nicht einen Konvoi der Koalitionstruppen angegriffen.

Unmut wegen ziviler Opfer

Zivile Opfer bei ausländischen Militäroperationen sorgen in der afghanischen Bevölkerung und bei der Regierung in Kabul für zunehmenden Unmut. Künftig sollen mehr afghanische Kräfte an den Anti-Terror-Einsätzen beteiligt werden, wie die NATO und die US-Armee am Freitag mitteilten. Der Vereinbarung waren Verhandlungen zwischen dem afghanischen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak und dem US-General David McKiernan vorausgegangen. Seit Donnerstagabend hält sich der neue US-Sondergesandte Richard Holbrooke in Afghanistan auf. Nur mit der Unterstützung des afghanischen Volkes könnten die "Terroristen" besiegt werden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung von NATO und US-Truppen. (APA/dpa/AFP)

 

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