Kieferbruch-OP durch die Mundhöhle

13. Februar 2009, 12:18
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Zugang ähnlich klein wie bei Entfernung eines Weisheitszahnes

Freiburg - Mit einem neuen Verfahren kann ein Kieferbruch jetzt von der Mundhöhle aus operiert werden. Wie Mediziner der Uniklinik Freiburg erläuterten, ist dabei der Zugang ähnlich klein wie bei der Entfernung eines Weisheitszahnes. Den Angaben zufolge wird aus der Weisheitszahnregion eine Endoskopkamera bis hoch an das Kiefergelenk geführt, wo der Operateur mit einem Rechtwinkelschraubenzieher eine Platte anbringt.

Früher unschöne Narbe

Früher seien bei Patienten mit einem Unterkieferbruch für sechs Wochen die Zähne mit Drähten zusammengebunden worden, bis der Bruch geheilt worden sei, erklären die Experten. Später habe man auch mit Hilfe eines Hautschnitts vor dem Ohr operiert. Dabei sei allerdings eine unschöne Narbe entstanden. Nicht selten hätten die Patienten nach einer solchen Operation auch Lähmungen am Gesichtsnerv zurückbehalten.

Bei der neuen Methode müssten die Patienten nach der Operation auch nicht mehr zwischen den Kiefern verschnürt werden. Sie seien sofort wieder arbeitsfähig, erläutern die Freiburger Chirurgen, die das neue Verfahren entwickelten. Es bestehe auch kein Risiko mehr für eine Gesichtslähmung. (APA/AP)

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