Pernod Ricard trotzt der Krise

13. Februar 2009, 11:14
posten

Paris - Der französische Weltchampion für Wein und Spirituosen, Pernod Ricard, macht in der Krise blendende Geschäfte. Im zweiten Halbjahr 2008 stieg der Weltumsatz um 13 Prozent auf 4,21 Mrd. Euro. Der Überschuss sei um fünf Prozent auf 615 Mio. Euro geklettert, teilte Pernod Ricard am Freitag in Paris mit. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft sei sogar um ein knappes Viertel auf 1,2 Mrd. Euro verbessert worden.

Für das Ende Juni 2009 endende Geschäftsjahr erwartet Geschäftsführer Pierre Pringuet erstmals einen Überschuss aus dem laufenden Geschäft von mehr als einer Milliarde Euro. Das setzt eine zweistellige Steigerung voraus.

Der Umsatz mit den 14 "strategischen Marken" von Mumm (Champagner) über Chevas Regal (Whisky), Malibu (Likör) und Beefeater (Gin) bis zu Martell (Cognac) expandierte im Halbjahr um sechs Prozent. Darin ist die jüngst zugekaufte schwedische Wodkamarke Absolut nicht enthalten. Zweistellige Wachstumsraten gab es für Martell, Jameson, Glenlivet und Havana Club. Die Aufwertung des US-Dollar und des chinesischen Yuan drückten den ausgewiesenen Umsatz um sechs Prozent.

Im Schlussquartal 2008 wuchs der Umsatz trotz widriger Wechselkursentwicklung um 14 Prozent auf 2,46 Mrd. Euro. Dazu trugen Zukäufe 13 Prozentpunkte bei. Für das Gesamtjahr wie für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern netto einen Kapitalfluss von annähernd einer Milliarde Euro.

Pernod Ricard ist mit der Übernahme eines Teils von Seagram sowie von Allied Domecq und Vin & Sprit seit der Jahrtausendwende zu einem der beiden weltgrößten Anbieter von Weinen und Spirituosen geworden. (APA/dpa)

Share if you care.