
Die beiden Piloten des österreichischen Industriellen Alexander Kahane starben bei der Bruchlandung des Privatjets - Die Falcon 10 stieß am Engadin Airport bei St. Moritz gegen eine Schneemauer
Samedan/Wien - Die Falcon 10, ein Privatjet im Besitz der Laret Aviation/Bermuda, geriet am Donnerstagnachmittag, nachdem sie mit dem linken Flügel die Landebahn des Engadin Airports in Samedan gestreift hatte, in Schieflage und stieß gegen eine Schneemauer. Durch die Wucht wurde das Cockpit weggerissen, der 69-jährige Pilot und der 41-jährige Kopilot wurden bei dem Aufprall getötet. Die beiden Männer "haben Alexander Kahane seit Jahren begleitet", schreibt die Familie Kahane in einer Aussendung. Alexander Kahane, der einzige Passagier, überlebte mit Rippenbrüchen, Hand- und Beinverletzungen. Er wurde ins Krankenhaus Samedan gebracht.
Der Unfallhergang wird nun vom Schweizer Büro für Flugunfalluntersuchung (bfu) analysiert. Angaben zur Unfallursache können, so die ermittelnde Behörde, noch nicht gemacht werden. Bis zur Veröffentlichung des Untersuchungsergebnisses könnte ein Jahr vergehen, heißt es aus dem Büro für Flugunfalluntersuchung.
Trotz hochwinterlicher Verhältnisse im Engadin waren die "Voraussetzungen für den Betrieb des Airports zum Zeitpunkt des Unfalls gegeben", sagt Andrea Parolini, Sprecher der Engadin Airport AG. Der Flugverkehr verlief zum Zeitpunkt des Unglücks "regulär". Eine halbe Stunde vor dem Kahane-Jet sei eine Maschine ähnlichen Typs problemlos gelandet.
Größere Probleme hatte jedoch vergangenen Freitag ein Bombardier-Jet der Bank of Utah. Die aus Warschau kommende Maschine geriet über die Landepiste hinaus und landete im Schnee. Beim Unfall wurde keiner der beiden Passagiere verletzt. Trotz dieser zwei Zwischenfälle sei nicht an eine Sperre des Hochgebirgs-Flugplatzes gedacht, sagt Parolini.
Der Airport Engadin, wenige Kilometer von St. Moritz entfernt, ist Europas höchstgelegener Flugplatz. Das erste Flugzeug landete 1919, für den Winterbetrieb zugelassen wurde er erstmals 1938. Pro Jahr werden 20.000 Flugbewegungen, ausschließlich Privatflugzeuge, verzeichnet. Ein Ausbau des Flugplatzes ist bis 2011 geplant. Die Erweiterung ist bei Anrainern sehr umstritten, Ausbaupläne mussten bereits mehrmals verworfen oder gestoppt werden.
Ob sich Alexander Kahane auf einem Geschäfts- oder Privatflug befunden hat, wird nicht kommuniziert. Die Familie Kahane hat im Engadin Wohn- und Firmensitze in St. Moritz und Celerina, dem Nachbarort von Samedan. Die Kahane Foundation, eine Stiftung zur Unterstützung von Bildungs- und Friedensprojekten, sponsert im Engadin zahlreiche Einrichtungen - auch das Krankenhaus, in das Alexander Kahane nach dem Unfall eingeliefert wurde. (Jutta Berger/DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.2.2009)
"Der Airport Engadin, wenige Kilometer von St. Moritz entfernt, ist Europas höchstgelegener Flugplatz. "
"Ob sich Alexander Kahane auf einem Geschäfts- oder Privatflug befunden hat, wird nicht kommuniziert."
Daher bedürfen ihre Lesekenntnisse eher ein Update und Ihre Annahme des Schiurlaubs eine d*mml*cheSpekulation, ist wohl genärt durch grenzenlosen Neid. Ersparen Sie sich (und uns) das in Zukunft!
... weil ein Jet bei voller Auslastung die geringsten Stundenkosten verursacht. Die Falcon 10 ist übrigens ein wirklich "bescheidenes" Vehikel. Nur noch am Gebrauchtmarkt erhältlich und grad so teuer, wie zwei Lamborghinis. Wennst so nen Jet erst mal hast, dann kommst je nach Situation unter €1000.- für zusätzliche Flugstunden. Mieten kannst modernere Modelle ab etwa €2000.-/h, wobeist natürlich voll den Erwerb mitcashst, der bei zusätzlicher Nutzung des eigenen Fliegers eh schon Schnee von gestern ist.
Sich nix auskennen, aber an Verletzten und Verunglückten herumzukritisieren, statt Beileid auszudrücken, das ist Bernhards Österreich, wie es leibt und lebt.
Bin auch unlängst mit solch einem Privatjet (Turboprop Maschine) geflogen. Es waren Nachtflüge. Ist eher mühsam und ich kann darauf freiwillig verzichten.
Da fühle ich mich in den großen Linienmaschinen schon viel sicherer.
Trotzdem hat man in den kleinen Maschinen das Gefühl, die könnten eigentlich fast überall landen. Aber da kommt es dann auf das Geschick des Piloten an.
Ist das jetzt ein Verbrechen, wenn das Ganze jetzt ohnehin ihm gehört? Wenn der Flieger auf die AG angemeldet ist, müssen die Zuwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht stehen.
Oder muss man zum Skifahren mit dem Auto fahren und selbst Zugbenutzung zieht böse Kommentare nach sich?
Die letzte Reise mit dem Zug in Richtung Arlberg habe ich noch in sehr schlechter Erinnerung. Sitzplatz in erster Klasse gebucht. Doch kein Platz war frei. Da saßen vor allem Eisenbahner mit einem Freiticket :-(
Ich kann also verstehen, warum Hr. Kahane als wirklich Reicher nicht mit der Bahn fährt.
Ja, die Verhungerten liegen schon reihenweise am Straßenrand, deshalb wird auch ab sofort das Schifahren verboten. Dann verhungern wenigstens gleich auch noch die Hüttenwirte, Pistenraupenfahrer und Liftwarte, der Gerechtigkeit halber oder so.
Übrigens hoffe ich schon sehr, dass sie sofort ihren Internetzugang abbestellen und das Geld der Caritas überweisen, jeder tut halt, was er kann.
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