Limonade schlägt Frauen auf die Nieren

13. Februar 2009, 10:29
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Bei Männern laut US-Studie kein derartiger Zusammenhang - Hohe Zuckergehalt könnte zu Problemen beitragen, aber auch Spuren von Quecksilber

New York - Starker Limonadenkonsum macht Frauen anfälliger für Nierenerkrankungen. In einer US-Studie zeigten jene Teilnehmerinnen, die täglich mindestens zwei Dosen davon tranken, fast doppelt so häufig Zeichen von Nierenschäden wie andere Frauen. Bei Männern stellten die Forscher der Loyola Universität im Bundesstaat Illinois keinen derartigen Zusammenhang fest.
Bei jenen Frauen, die viel Limo tranken, enthielt der Urin auffällig häufig hohe Konzentrationen des Proteins Albumin. Da gesunde Nieren dieses Eiweiß herausfiltern, gelten hohe Albuminwerte als Hinweis auf Nierenprobleme. 

Zucker und Quecksilber als Verursacher

Generell leiden etwa elf Prozent der Amerikaner an einer solchen Albuminurie. Bei der Untersuchung von rund 9.400 repräsentativ ausgewählten Personen lag der Anteil bei den Limo-Trinkerinnen jedoch bei 17 Prozent, wie die Forscher im Online-Journal "PLoS One" berichten. Untersuchungsleiter David Shoham vermutet, dass der hohe Zuckergehalt der Getränke zu den Nierenproblemen beitragen könnte. Möglich wäre auch eine andere Erklärung: Erst kürzlich hatte eine Untersuchung in fast der Hälfte der untersuchten Limomarken Spuren von Quecksilber nachgewiesen. (APA/AP)

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