Luftwaffe tötete im Nordirak 13 PKK-Kämpfer

13. Februar 2009, 09:52
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Zahl der Todesopfer nach Anschlag auf Pilger in Kerbala auf zehn gestiegen - Britischer Soldat getötet

Ankara/Kerbala/London - Das türkische Militär hat bei Luftangriffen im Nordirak nach eigenen Angaben 13 Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) getötet. Die Stellungen der PKK seien bereits in der vergangenen Woche im Nordosten des Autonomiegebietes der irakischen Kurden bombardiert worden, teilte der türkische Generalstab am Freitag in Ankara mit.

Die türkische Luftwaffe fliegt immer wieder grenzübergreifende Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der PKK im Nordirak. PKK-Kämpfer haben von ihren Lagern im Irak aus mehrfach Ziele in der Türkei angegriffen. Die PKK ist auch in der EU und in den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 80er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete von der Türkei.

Terroranschlag auf schiitische Pilger

Unterdessen ist nach einem Terroranschlag auf schiitische Pilger in der irakischen Stadt Kerbala die Zahl der Todesopfer auf zehn gestiegen. Wie die Polizei und Krankenhausärzte in der 118 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt am Freitag berichteten, wurden weitere 56 Menschen verletzt, als der Sprengsatz am Donnerstagnachmittag unweit des Schreins des Imams Hussein detonierte. Viele von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr.

Die Schiiten gedenken in diesen Tagen des Todes des von ihnen verehrten Hussein im Jahr 680, als er von Truppen des sunnitischen Kalifen Yazid getötet wurde. Hussein, ein Enkel des Propheten Mohammed, wird von den Schiiten als Märtyrer verehrt. Die Feierlichkeiten zum "Arbaien" (der 40. Tag nach seinem Tod) erreichen am kommenden Montag ihren Höhepunkt.

Das Verteidigungsministerium in London gab den Tod eines britischen Soldaten im Irak bekannt. Er sei am Donnerstag durch einen Schusswechsel auf dem Gelände des britischen Militärstützpunktes in der Stadt Basra ums Leben gekommen, hieß es. Zu Täter(n) und Motiv machte das Ministerium keine Angaben. (APA/dpa)

 

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