Air France-KLM in Verlustzone

13. Februar 2009, 09:30
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Stellenabbau aber ohne Entlassungen - Für Gesamtjahr 2008/09 positive Ergebnisse erwartet

Paris (APA/AFP/Reuters) - Angesichts der schlechten Wirtschaftslage baut die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM in diesem Jahr weitere 1.000 bis 1.200 Arbeitsplätze ab. Europas größte Fluggesellschaft Air France-KLM ist im dritten Quartal in die Verlustzone geflogen.

Die französisch-niederländische Airline erklärte daraufhin, angesichts der sich vertiefenden Wirtschaftskrise alle Kostenpunkte auf den Prüfstand zu stellen und kündigte einen Einstellungsstopp an. Operativ wies Air France einen Verlust von 194 Mio. Euro aus nach einem Gewinn von 311 Mio. Euro vor Jahresfrist.

Der Stellenabbau solle aber ohne Entlassungen erreicht werden, versicherte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag in Paris. Vielmehr wolle Air France-KLM keine neuen Leute einstellen und frei werdende Stellen nicht wieder besetzen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fluggesellschaft rund 2.000 Stellen abgebaut.

Für das Gesamtjahr 2008/09 hält der Konzern aber an seinem Ziel eines positiven Ergebnisses fest. Dies sei allerdings abhängig von der weiteren Entwicklung, vor allem im schwierigen Cargo-Geschäft, schränkte er aber ein. Im vergangenen Geschäftsjahr machte der Konzern einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 1,405 Mrd. Euro.

Netto fiel von Oktober bis Dezember ein Minus von 505 Mio. Euro an. Vor einem Jahr hatte Air France-KLM noch einen Quartalsgewinn von 139 Mio. Euro verbucht. Der Umsatz fiel um geringfügig 0,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Branchenexperten hatten allerdings mit noch schlechteren Zahlen gerechnet: Sie gingen von einem Umsatz von nur 5,8 Mrd. Euro und einem operativen Verlust von 206 Mio. Euro aus.

Die Nettoverschuldung stieg den Angaben zufolge bis zum 31. Dezember auf 3,38 Mrd. Euro. Wo immer möglich, sollten Kosten eingespart werden, erklärte das Unternehmen.

Im November hatte Air France-KLM alle detaillierten Prognosen für das Gesamtjahr zurückgezogen und bereits im Oktober erklärt, 2008/09 das Ziel eines operativen Gewinns von einer Milliarde Euro nicht zu erreichen.

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